WASSER!! Summertime – Aquatime

Es war jetzt schon einige Male richtig heiß draußen – unverkennbar – der Sommer ist da! Heute auch Kalendarisch! 🙂 Die Freibäder und Badeseen haben mittlerweile alle ihre Pforten geöffnet und platzten bei den Temperaturen der letzten Tage aus allen Nähten. Zeit, sich mal wieder ausführlichst dem Element Wasser zu widmen. Und die Möglichkeiten die uns das kühle, erfrischende Nass bietet sind so vielfältig. Daher werde ich die nächsten Beiträge ganz MEINEM liebsten Element widmen!

 

Zwar steht bei mir das Laufen nach wie vor auf Rang 1, weil es einfach am schnellsten geht. Rein in die Sportklamotten und man kann direkt starten. Beim Schwimmen dauert das Ganze schon länger, da nicht immer zwangsläufig ein Schwimmbad vor der Türe ist. Und was mich stört, also wirklich sooo stört, ist das Umziehen hinterher, das Verstauen der nassen Sachen, der Ekelfaktor mancher Umkleidekabinen, dass die Sachen hinterher doppelt so schwer sind und irgendwie nicht mehr so in die Tasche passen wie vorher…grrr…die Heftchen nass sind und und und. Ja und trotzdem entschädigt die Zeit im Wasser das alles. Das ist auch wirklich etwas, was ich meinen Teilnehmern immer hoch angerechnet habe, als ich noch meine Aquafitness-Kurse gegeben habe. Dass sie sich das Prozedere in der Umkleidekabine im Winter angetan haben, wo die Taschen noch voller u. die Klamotten noch dicker waren…. 😀

 Aber jetzt habe ich den Faden verloren….

Neben dem Joggen gehört das Schwimmen jedenfalls zu meinen liebsten Freizeitbeschäftigungen wenn ich sporteln möchte. Der Trainingseffekt ist unheimlich hoch und das Tolle – wir fühlen uns nicht verschwitzt und überanstrengt. Warum? U.A. weil wir im Wasser nur noch gerade mal ein 10. unseres Körpergewichtes wiegen/spüren und es sich durch die Dichte des Wassers ein bisschen wie schwerelos anfühlt. Und egal ob wir gemütlich durchs Wasser treiben oder aktiv Bahnen schwimmen oder „joggen“ – der Wasserdruck sorgt dafür, dass unser Gewebe sanft durchmassiert wird und unser Lymphsystem auf Hochtouren läuft. Wer regelmäßig schwimmt – und damit meine ich mindestens 2-3x die Woche, wird schon bald merken, dass sich die Haut bzw. das Gewebe insgesamt fester anfühlt.

Auch Ausdauertraining geht im Wasser und da kann man tatsächlich einen heißen Kopf und auch trotz kühlem Wasser heiße Hände bekommen. Das habe ich gemerkt, als ich die Disziplinen für den Rettungsschwimmerschein „abgearbeitet“ habe. Ich dachte meine Hände glühen regelrecht! Und das trotz 23Grad kaltem Wasser!

 

Das Schöne ist auch, im Wasser ist für Jeden etwas dabei – für Jung und Alt – für Leicht und Schwer. Dabei ist es gerade für Menschen mit Gewichtsproblemen im oberen Bereich eine echte Wohltat. Die Gelenke und Muskeln werden entlastet und das Gewebe massiert. Und oberhalb der Wasseroberfläche sehen wir alle gleich aus. Ich kann nur jedem raten, der aufgrund seines Gewichtes nur unter Schmerzen Sport machen kann, sich aktiv der Aquafitness oder einfach dem Bahnenschwimmen zu widmen. Ich kann es verstehen, dass es Überwindung  kostet sich auf dem Weg ins Becken halb nackt zu präsentieren, aber ich bin überzeugt, dass es sich lohnt und die Erfolgserlebnisse nicht lange auf sich warten lassen. Die uns allen bekannten Abspeck-Sendungen handeln meiner Meinung nach unverantwortlich, wenn sie die 150kg-Probanden Hindernisläufe machen lassen. Das macht mich wirklich wütend. Mir ist schleierhaft, das bisher so wenig bis gar nichts passiert ist – aber wer weiß, vielleicht geschieht das auch hinter den Kulissen.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen guten, gesunden Start den Sommer!

Eure Dani

PS: Kopfbedeckung und Eincremen nicht vergessen! 😛

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Summertime – Aquatime!

Juhu, die Temperaturen steigen endlich in die Höhe – auf geht’s ins Freibad! Wie bereits erwähnt, haben Besucher des Naturseebades in Schöllkrippen bei sommerlichen Temperaturen – (d.h. Wassertemperatur >22Grad) Samstags und Sonntags die Möglichkeit an einer AquaZumba-Stunde teilzunehmen.
Die Kosten sind im Eintrittspreis bereits enthalten.

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Wer AquaZumba nicht kennt – man kann es ganz einfach auch Aquafitness oder Wassergymnastik nennen – aber gemeint ist im Prinzip immer das Gleiche. In Verbindung mit dem Zusatz „Zumba“ klingt es nur einfach besser. Fakt ist aber, das egal wie man den Sport im kühlen Nass bezeichnet, es wahnsinnig viele Vorteile für unseren Körper hat, unser Training ins Wasser zu verlagern.

Und dabei machen wir uns einfach nur die positiven Eigenschaften des Wassers zu Nutze: größere Dichte als Luft –> Auftrieb, Wasserwiderstand, Wasserdruck und Wassertemperatur.

Was wir als erstes wahrnehmen, wenn wir ins Wasser gehen, ist, das wir auf einmal federleicht sind. Wir wiegen im Wasser nämlich tatsächlich nur noch ein 10. unseres eigentlichen Körpergewichtes, was am Auftrieb liegt. Besonders Menschen, die bedingt durch ihr Gewicht Probleme mit den Gelenken haben oder Sportler die durch Verletzungen noch nicht mit voller Kraft trainieren dürfen, können einen großen Nutzen daraus ziehen.

Der Wasserwiderstand ermöglicht uns, Übungen zu verstärken und somit Muskeln bei Übungen viel intensiver zu trainieren als uns das an Land möglich wäre. Je größer die Stirnseite der Fläche die auf das Wasser trifft ist, desto höher wirkt der Widerstand. Z.B. ist es anstrengender u. effektiver wenn man vor dem Körper ein Schwimmbrett hochkannt durchs Wasser schiebt, als wenn man sich ohne Brett vorwärts bewegt.

Der Wasserdruck wirkt sich auf unsere Gefäße aus und somit zum einen auf unseren Stoffwechsel, da es durch den Massageeffekt wie eine Lymphdrainage funktioniert. Dies wirkt sich besonders positiv auf unser Bindegewebe aus. Zum anderen trainieren wir auch unbemerkt die Atemmuskulatur, die gegen den Druck im Wasser ankommen muss.

Die Wassertemperatur sorgt dafür dass unser Stoffwechsel auf Hochtouren läuft.  Unser Körper versucht ständig seine Temperatur auszugleichen, was zu einem erhöhten Energieverbrauch führt. Aber Vorsicht vor Unterkühlungen! Bei „normal“ kaltem Wasser im Schwimmbad hilft immer in Bewegung zu bleiben und zum eigenen zu Tempo finden. Durch diese ganzen Eigenschaften bietet uns das Wasser die optimalen Voraussetzungen für ein schonendes, aber höchst effektives Ganzkörpertraining. Aquafitness ist schon lange kein Sport für Senioren mehr. Durch die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten ist es für Jung und Alt geeignet. Besonders in der Reha und im Profisport hat man erkannt, dass das Training im Wasser sich positiv auf den Genesungsverlauf auswirkt.

Zurück aber zum AquaZumba:
Diese Version der Aqua-Fitness findet üblicherweise im flachen Wasser und ohne Geräte (Noodle, Schwimmbrett etc) statt. D.h. die Teilnehmer haben Bodenkontakt und die optimale Wassertiefe liegt bei ca. 1,20m. Schonend für Rücken u. Nacken ist es, wenn einem das Wasser zwischen Taille und Brust steht. Da die Bewegungen beim AquaZumba relativ schnell sind, empfehlen sich spezielle Aquaschuhe, da man sich leicht an den Füßen verletzen kann. Sie sehen aus wie Laufschuhe, bestehen aber komplett aus Neopren. Wasserschuhe, die man z.B. im Urlaub wg scharfer Korallen trägt sind aber ebenso geeignet. Jetzt nur noch etwas Taktgefühl und los geht’s auch schon. Typisch für  Aqua-Zumba  sind die Lateinamerikanischen Klänge, vielen Hüftschwüngen (unter Wasser eine echte Herausforderung) und die schnellen Salsa“schritte“ und Moves.

Und wie schon gesagt, egal ob AquaZumba, Aquafitness oder Wassergymnastik, ob im Freien oder im Hallenbad– es gibt so viele Gründe, das Training ins Wasser zu verlegen.

11 Gründe, warum das Training im Wasser so gut für uns ist – und es gibt noch mehr!

  1. Das Training im Wasser schont die Gelenke und den Rücken
  2. Der Wasserwiderstand verhindert, dass man sich überlastet
  3. Alle Übungen trainieren die Bauchmuskeln
  4. Der Wasserdruck auf unseren Körper verbessert die Durchblutung und wirkt Wasseransammlungen entgegen -> Lymphdrainage-Effekt
  5. Es gibt keinen Muskelkater – dafür schläft man besser
  6. Während des Trainings schwitzt man zwar – man fühlt sich aber niemals verschwitzt.
  7. Komplexe ade – während des Trainings ragt nur der Kopf aus dem Wasser
  8. Um Aquafitness zu betreiben, muss man nicht zwingend schwimmen können
  9. Die Atemmuskulatur wird trainiert, was insgesamt zu einer effektiveren Herz-Kreislauf Arbeit führt
  10. Es werden Muskeln trainiert, die an Land durch die Schwerkraft kaum trainiert erden können
  11. Es macht Spaß!!!

    Neben Schöllkrippen haben auch weitere Bäder inzwischen den Trend erkannt und bieten während der regulären Öffnungszeiten und bei gutem Wetter AquaZumba oder Aquafitnesskure an.  Schaut doch zum Beispiel einmal in den Freibädern von Großostheim oder Gelnhausen vorbei!Die AquaZumba Zeiten von Schöllkrippen findet ihr im Artikel „AquaZumba-Time“Noch Fragen? Na dann los! 🙂