No Sports

Nosports

Ich bin frustriert.  Das Wetter wird jetzt immer öfter herrlich frühlingshaft, die Sonne scheint, man hört das Vogelgezwitscher lauter werden und es schreit gerade zu danach die Laufschuhe auszupacken um los zu joggen! Mir gribbelt es in den Füßen, aber ich kann nicht!!! Seit NY plagen mich mal mehr mal weniger Schmerzen an der Achillessehne. Okay ich bin keine 20 mehr – danke Bruderherz für den Hinweis – aber das ist doch echt scheisse….! Jeder der schon einmal an solch einer Entzündung oder noch schlimmer an einem Riss der Sehne gelitten hat weiß, wie langwierig die Geschichte ist. Und ich bin nicht gerade mit viel Geduld gesegnet. Sowieso ist „schonen“ auch im Alltag eher schwierig umzusetzen – man bewegt sich nun mal „Gehend“ vorwärts…sich überall hintragen zu lassen oder sich die nächsten Wochen nur noch im Handstand vorwärts zu bewegen ist scheint mir nach längerem Nachdenken  auch keine Lösung zu sein. Also bleibt mir nichts anderes übrig als mich für eine ganze Weile von meinem geliebten Jumping und Jogging zu verabschieden und mir einen Alternativsport zu suchen.

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Und ja ich weiß – als Aquafitness-Trainerin sollte ich jetzt sagen – hey – ab ins Wasser, das ist perfekt! Ist es auch…wäre es auch…aber aufgrund eines frischgestochenen Tattoos ist diese Option auch für 4-6 Wochen raus. Läuft bei mir. Zwar rückwärts und bergab aber läuft. Gut, habe ich mir ja selbst ausgesucht, aber das Timing hätte besser sein können.

Genug genörgelt. Man sagt ja immer, das alles für Irgendetwas gut ist. Soll jetzt vielleicht so sein und ich sollte mich um andere Dinge kümmern und auch mal lernen,  im wahrsten Sinne die Füße still zu halten.

Es gab auch schon länger kein Interview mehr auf meinem Blog. Eins ist quasi in der Mache, und ich denke ich werde die Zeit jetzt nutzen mich mal wieder nach neuen Themen umzuschauen.

Außerdem habe ich vor Kurzem als ich noch keine gefühlte 45 war mit meiner Schwester und ihren Kindern den neuen Hüpfpark Jump´n Fly in Möhrfelden – Walldorf ausprobiert. Hiervon gibt es auch bald noch ein kleines Resume´.

Dann erstmal eine schöne Woche an Alle!  Sportelt etwas für mich mit bitte 😉

By the way: mit diesem Artikel machen ich mit bei der Blogparade von Yoyo: Frau Schweizer´s Bunte Blogparade „Zeig mir was du vor einem Jahr gebloggt hast, dann zeig ich dir, was ich gebloggt habe.“ Eine kunterbunte Mischung an Blogbeiträgen 🙂

Schaut doch auch einmal bei ihr vorbei und lest was sie so macht!

 

 

 

 

 

10. City Night Run & 2. STREETWald Cross Dirt Run 25.02.2017

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Mit meiner Freundin Caro und ca. 70 weiteren Läuferinnen und Läufern haben wir am vergangenen Dienstagabend (Nikolaustag) die Aschaffenburger Innenstadt unsicher gemacht. Trotz Minusgraden haben alle die klare kalte Luft genossen und hatten nicht nur selbst viel Spaß, sondern mit unseren blinkenden Nikolausmützen und Leuchtenden Armbändern haben wir wieder so einige Passanten erfreut, an denen wir vorbeigelaufen sind. Allein das machte diesen Abend immer schon zu einem Erlebnis. Da zur Zeit ja am Schlossplatz der Weihnachtsmarkt ist, haben wir das erste Workout auf Nebenan verlegt. Auf der einen Seite eine leuchtende Weihnachtspyramide, auf der Anderen das ebenso beleuchtete Schloss – kann es eine schönere Kulisse geben? Wohl kaum! 🙂


Am 10. Januar 2017 findet der 11. City Night Run statt – ich bin sicher, das die Laufgemeinschaft bis dahin noch weiter wachsen wird. Ich selbst kann leider wg. meines Aquakurses nicht dabei sein, hoffe aber das ihr Jörg Oberle, den Vater des „City Night Run“, weiterhin fleißig unterstützt.

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Gerne möchte ich auf diesem Wege dem Aufruf von Jörg zum Teilen seiner Veranstaltung im Feburar 2017 folgen.

Sucht ihr eine Herausforderung fürs neue Jahr? Vielleicht ist dann ja der
STREETWald Cross Dirt Run genau das Richtige für euch!

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Liebe Lauffreunde,

hiermit möchte ich euch auf eine Lauf-Veranstaltung in Aschaffenburg aufmerksam machen. Der 2. STREETWald Cross Dirt Run (Crosslauf) startet am 25.02.2017 und folgende Strecken werden angeboten.

– 11.3 km
– 22,6 km
– 33,9 km

Eine wunderschöne Laufstrecke mit SingleTrails und einigen Höhenmetern erwarten die Läuferinnen und Läufer. Information aus dem letzten Jahr findet ihr hier:

https://www.joerg-oberle.com/the-day-after-streetwald-cros…/

Weitere Informationen und die Ausschreibung findet ihr wenn ihr diesem Link folgt:

https://www.joerg-oberle.com/…/streetwald-cross-dirt-run-2…/

Kennt ihr schon unseren „City Night Run“? Alle vier Wochen starten wir durch Aschaffenburg und mit fast 80 Läuferinnen und Läufer zählen wir zu einem der größten Lauftreffs Deutschlands……Interesse geweckt? Dann schau dir unseren Film auf YOUTUBE an und sei das nächste Mal dabei 🙂

https://www.youtube.com/watch?v=t6jqxvwT-yY

Sportlichen Gruß und ich hoffe wir sehen uns 🙂

Jörg

Bild zeigt Text

 

 

Fotos von Privat und Ingo Janek

Sportler im Portrait: Alexander Leipold, 47- ehem. Ringer und Botschafter Deutsche Schlaganfallhilfe

Juhu, es ist soweit – seit der Entstehung meines Blogs hatte ich den Wunsch, einmal auf stayfithavefun einen meiner favorisierten regionalen Sportler interviewen zu dürfen:
Den ehem. Ringer Alex Leipold aus Karlstein/Alzenau. Ehrgeizige Menschen wie er faszinieren mich sehr und hier hat mein Interviewpartner nicht nur was das Ringen angeht, einen unendlichen Kämpfergeist vorzuweisen.

Ich hoffe euch einen kleinen Einblick in Alex´ Leben u. Herzensarbeit geben zu können. Am Ende des Interviews sind nützliche Links rund um das Thema Schlaganfall und die Charity-Arbeit; speziell für Kinder, zu finden.

 

Lieber Alex, ich freue sehr mich dass du dich bereit erklärt hast, mir für meine Rubrik Sportler im Portrait ein paar Fragen zu beantworten.

Wir hatten ja bis vor ein paar Jahren den gleichen Arbeitgeber und ich habe dich damals als Azubi gleich in meinen ersten Wochen in der Kantine erblickt und war damals schon ganz ehrfürchtig und auch stolz mit einem so erfolgreichen Sportler in einer Firma zu arbeiten.
Seitdem sind 16 Jahre vergangen, eine Zeit in der du dir als Ringer unzählige Titel wie Deutscher Meister (auch als Trainer), Sieger der Olympischen Spiele, Europa- und Weltmeister, erkämpftest. Sportlich gesehen – sind da noch Wünsche offen geblieben?

Alex:
Ich bin mit meiner sportlichen Karriere sehr zufrieden. Ich bin dankbar für jeden einzelnen Sieg, aber auch für jede Niederlage aus der ich gelernt habe.

Was wäre aus Alex Leipold geworden, wenn er keine Ringerkarriere gestartet hätte?

Alex:

Grundsätzlich bin ich natürlich froh, dass alles so ist wie es ist. Aber ich denke, ich wäre so ziemlich der gleiche Mensch wie der, der ich heute bin. Wahrscheinlich hätte ich nur nicht so viele interessante Erlebnisse gehabt und nicht so viele spannende Geschichten zu erzählen.

Das ist wohl wahr 🙂
Über deine Erfolge als Ringer wurde schon viel geschrieben, deswegen habe ich mir für dein Portrait etwas anderes überlegt.
Denn neben der Ringervergangenheit zeichnet dich deine Charity-Arbeit aus. 2013 hast du sogar für deine Leistung als sportliches Vorbild und dein großes ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen.
Herzlichen Glückwunsch dazu!

Alex:
Vielen Dank für die Glückwünsche zu meinem Bundesverdienstkreuz. Es war für mich eine große Ehre es zu erhalten und außerdem spornt es mich weiter an, mich sozial zu engagieren. Meine besondere Herzensangelegenheit ist hierbei die Kinderschlaganfallhilfe.

Auf die Zusammenarbeit mit der Kinderschlaganfallhilfe kommen wir gleich noch einmal speziell zu sprechen. Zunächst zu deiner Geschichte: 2003 haben dich 3 Schlaganfällen während deiner sportlichen Hochzeit von 100 auf 0 ausgebremst; so schwer, dass du die ganz normalen Dinge des Lebens neu erlernen musstest. Dass dir das mit Bravur gelungen ist, zeigen vor allem deine darauffolgenden sportlichen Siege nach nur 2 Jahren Rehabilitation. Dein Kämpferherz scheint riesengroß zu sein – wie hast du geschafft, den Mut nicht zu verlieren?

Alex:
Der Wille, wieder ein „normales“ Leben zu führen, hat mich angetrieben. Ich wollte selbstständig handeln können, mit meinen Kindern spielen können und natürlich wollte ich zurück auf die Matte. Diese Ziele haben mich immer wieder neu motiviert nicht aufzugeben und weiter zu kämpfen. Da ich aus Erfahrung weiß, wie steinig dieser Weg sein kann, halte ich mittlerweile auch Vorträge darüber. Damit möchte ich anderen Betroffenen neue Wege zum Ziel aufzeigen.

Neben deinen Vorträgen als Motivations-Referent hast du auch mittlerweile 3 Bücher geschrieben; das letzte mit dem Titel „Wer nicht kämpft, hat schon verloren – Glaub an dich“ ist erst kürzlich erschienen. Hat dir das Buch geholfen, die Geschehnisse zu verarbeiten?

Alex:
Ja, das Buch hat mir wirklich geholfen meine Erlebnisse zu verarbeiten. Beim Korrekturlesen sind auch viele Tränen geflossen. Es ist ein Buch das den Menschen Mut machen soll. Mut, immer wieder aufzustehen.

 

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Veranstaltung Deutsche Schlaganfallhilfe

 

Bist du so auch dazu gekommen, dich als Botschafter für die Deutsche Schlaganfallhilfe und die Kinderschlaganfallhilfe einzusetzen? Wie sieht deine Arbeit darin aus und was wird mit den Spendengeldern umgesetzt?

Alex:
Nach dem erfolgreichen Comeback kurz nach den Schlaganfällen wurde ich von der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe gefragt, ob ich Botschafter werden möchte. Dieses Angebot habe ich natürlich sehr gerne angenommen. Hauptsächlich versuche ich über das Thema Schlaganfall aufzuklären. Beispielsweise über die Risiken, oder auch darüber, wie Mitmenschen einen Schlaganfall erkennen können. Denn hier zählt jede Minute. Außerdem sammele ich Spendengelder, um verschiedene Projekte zu unterstützen. So zum Beispiel das Familien Camp, ein Steckenpferd von mir. Hier werden Familien mit Schlaganfall betroffenen Kindern und deren Geschwisterkindern eingeladen. Sie werden psychologisch betreut und die Kids haben jede Menge Spaß. Vom gemeinsamen Lesen und Tanzen bis hin zu Ringen und Raufen. Im Vordergrund stehen die Freunde und der normale Umgang miteinander. Diese Kinder haben so viel Mut und Lebensenergie und es ist jedes Mal toll, dabei sein zu dürfen.

Ich finde es wirklich bemerkenswert dass du so ein Engagement zeigst und habe großen Respekt davor, vor allem weil es auch psychisch nicht leicht ist, sich mit diesen Themen zu befassen. Gerade wenn Kinder betroffen sind, die eigentlich noch ihr ganzes Leben vor sich haben sollten.

 

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mit vollem Körpereinsatz dabei beim „Familien Camp“

 

Außer der Stiftung für Deutsche Schlaganfallhilfe habe ich von weiteren Charity-Projekten die du unterstützt gelesen– erzähl mal!

Alex:
Weitere wichtige Projekte sind für mich die Tour der Hoffnung und der Verein Menschen für Kinder. Hier werden krebskranke Kinder unterstützt. Pro Jahr werden hier knapp 2 Millionen Spendengelder durch diese Aktion gesammelt.

 

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Tour der Hoffnung – mit dabei: Magdalena Neuner, Henry Maske u. Alexander Leipold

Unter den nachfolgenden Links finden Interessierte, Betroffene und Familie u. Freunde von Betroffenen Infos und Adressen, sowie die Kontaktdaten zu den Spendenkonten. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einen Anstoß zum Spenden geben konnte.

www.menschen-fuer-kinder.de
www.tour-der-hoffnung.de
www.schlaganfall-hilfe.de
www.respekt.tv

Vielen Dank das du dir die Zeit genommen und uns so einen persönlichen Einblick gewährt hast!

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Quellenangaben:
Titelfoto: Nicole Schreck der-fokus-liegt-auf-dir.de/
Alle anderen Bilder aus Privatbesitz von Alex Leipold.

 

Weitere Infos  über Alex findet ihr hier: www.alexander-leipold.de


„Wer nach außen schaut träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.“

Meine heutige Interviewpartnerin ist Isabell 🙂

Isabell und ich haben uns durch unseren gemeinsamen Arbeitgeber vor ca. 8 Jahren kennengelernt. Inzwischen ist einiges passiert –  Isabell ist Vollblut-Mama und nicht erst seit ihrer Elternzeit Yoga-Lehrerin mit Leidenschaft.
Auch wenn sie sich selbst nicht als klassische Sportlerin sieht, finde ich, dass sie prima in meine Portrait-Reihe passt und freue mich umso mehr, dass sie sich ohne zu zögern bereit erklärt hat, für meinen Blog ein Interview zu geben. Los geht’s 🙂

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Seit wann übst du selbst Yoga aus?  
Isabell: Das allererste Mal kam ich in 2001 mit Yoga in Berührung, als ich mir von einem Buchgutschein ein kleines Yogabuch „Das Sonnengebet“ gekauft habe und anhand dieser Anleitung das erste Mal den Sonnengruss praktizierte. Danach dauerte es einige Zeit bis ich wieder zum Yoga fand. Ich praktiziere nun schon mehr als 10 Jahre, zu Beginn im Fitness Studio, später in verschiedenen Yogastudios, aber als festen Bestandteil in meinem Leben habe ich Yoga erst im Jahr 2012 integriert als ich für 5 Monate in Australien war.

„Fremden“ etwas nahezubringen, wovon man selbst schon überzeugt ist, ist immer eine gewisse Herausforderung. Wie kam es denn dazu das du dich dazu entschieden hast, nicht mehr nur Teilnehmerin, sondern auch Lehrerin für Yoga zu sein?
Isabell: Als ich mich für die Yogalehrer-Ausbildung angemeldet habe, spielte ich schon mit dem Hintergedanken irgendwann einmal zu unterrichten, aber in erster Linie entschied ich mich dazu die Ausbildung für mich selbst zu machen. Noch kurz vor meiner Yogalehrer-Prüfung traute ich mir nicht so richtig zu regelmäßig Schüler zu unterrichten. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich eher nicht so gerne im Mittelpunkt stehe und immer höllisch aufgeregt war, wenn ich Präsentationen vor kleinen Gruppen halten musste. Ich konnte mir nicht vorstellen 90 Minuten eine Klasse zu unterrichten. Aber es kam dann letztendlich doch anders :-). Nach meiner Prüfung brauchte ich zwar erst einmal ein wenig Zeit für mich, um in mich reinzuhorchen und als frischgebackene Mama natürlich auch noch Zeit mit meinem Sohn zu verbringen. Meine Begeisterung und Liebe zum Yoga ist aber so groß, dass ich schnell begriff, dass ich dieses wunderbare Werkzeug an möglichst viele Menschen weitergeben möchte, damit auch die Menschen, die noch keine Berührung mit Yoga haben, in den Genuss davon kommen. Während meiner Ausbildung durfte ich hin und wieder Vertretungsstunden halten, was eine gute Übung für mich war und im Sommer 2015 fing ich dann langsam an meine eigenen Kurse zu halten. Ich tastete mich zuerst mit „Yoga im Park“ heran und hielt dann 1 x wöchentlich eine 90 Minuten Klasse.

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Viele schöne Kriegerinnen – Yoga im Park Schönbusch

Im Januar bekam ich nun auch die großartige Chance gemeinsam mit einer Yogafreundin das Studio „Aussenwieinnen YOGA“ in der Landingstraße in Aschaffenburg zu führen – welches für mich einen großen Schritt mit einer großen Portion MUT darstellte.

Wie kann man sich eine klassische Yoga-Ausbildung vorstellen?
Isabell: In einer klassischen Yoga-Ausbildung wird zum einen viel Theorie aber auch Praxis vermittelt. Beides verhält sich in einem ausgewogenen Gleichgewicht. Wichtige Themenbestandteil sind zum einen die Lehre und Philosophie des Yoga, die Asanas in ihrer korrekten Ausführung und Wirkung (in Theorie und Praxis), Energielehre, Anatomie, Pranayama (Atemtechniken), Meditationstechniken uvm. Unsere 200h Ausbildung ging ein knappes Jahr, jeweils 1 x wöchentlich (3h) mit zusätzlich 6 Intensiv-Wochenenden. Der Stundenaufbau teilte sich so auf, dass wir zuerst gemeinsam praktizierten, im Anschluss ayurvedisch gegessen haben (auch Nahrung ist ein wichtiger Aspekt im Yoga) und danach wurde jeweils noch 1h Theorie vermittelt. Für mich war es eine sehr fundierte, ganzheitliche Ausbildung in welchem sich die körperlichen, mentalen und spirituellen Aspekte in schöner Balance verhielten.

Im Yoga lernt man jedoch nie aus: ich bin schon wieder dabei die Yogamatten-Schulbank zu drücken. Zum einen habe ich meinen Pre-und Postnatalyogalehrer dieses Jahr absolviert und mich direkt im Anschluss entschieden meinen 300 h Yogalehrer dran zu hängen. In dieser Ausbildung geht es mehr um das Verfeinern und Vertiefen, wie zum Beispiel Personal Yoga Training 1:1 mit Entspannungs-und Massagetechniken, Yoga-Assists, Alignment & Anatomie und Yogatherapeutische Ansätze. All dieses Wissen sauge ich auf wie ein Schwamm. Für nächstes Jahr habe ich schon mein nächstes kleines Projekt im Kopf 🙂

Welchen Yoga-Stil magst du am liebsten?
Isabell: Meine Heimat und Ausbildung ist der Hatha-Yoga, welchen ich auch als festes Fundament unterrichte. Ich bediene mich aber auch gerne einmal aus anderen Stilen: Vinyasa, Jivamukti, Kundalini…(*Quelle zum Nachschlagen siehe unten)

Was dürfen deine Teilnehmer in deinen Stunden erwarten – wie würdest du deinen Stil beschreiben und welche Zielgruppe strebst du an?
Isabell: Meine Teilnehmer erwartet in meinen Stunden eine „Auszeit für sich“ – Entspannung und ein angenehmes Körpergefühl. Ich stimme meine Stunden gerne auf ein Thema ab worauf ich die Asanas (Übungen) aufbaue. Das heißt, ich halte auch gerne hin und wieder einen kleinen Theorieteil oder bespreche themenverwandte Aspekte, wenn mir aktuell ein Thema am Herzen liegt, welches ich den Schülern mit auf den Weg geben möchte. In meinen Stunden geht es mal ganz sanft, aber gerne auch einmal kraftvoller zu. Das hängt immer davon ab wie die Schüler tagesformbedingt drauf sind. Wichtig ist es mir jedoch, dass meine Schüler schnell das Bewusstsein haben, nie über ihre Grenzen hinauszugehen und ihrem Körper und vor allem ihrem inneren Wesenskern näher zu kommen – in meinen Stunden und im Leben allgemein.

Der „Yoga für Dich“ Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet – hier ist jeder herzlich willkommen. Ich habe aber auch eine besondere Zielgruppe und zwar Schwangere und frischgebackene Mamis, denn ich gebe auch 2x wöchentlich Schwangeren-Yogakurse und seit Neuestem noch einen Rückbildungs-Yogakurs. Das Ganze biete ich auch im Personal Training an.

Du hast mal nach einem deinem Australienurlaube gesagt, du möchtest versuchen, dir die Lockerheit, die dir auf deiner Backpacker-Tour so gut tat, so lange wie möglich zu bewahren. Dieser Satz kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn wir aufeinandertreffen weil ich finde, das es dir zu 100% gelungen ist. Für mich gehörst du zu den wohl entspanntesten Menschen, die ich bisher kennengelernt habe.
Hast du einen Tipp für diejenigen unter uns, die aus ihrem Schnelllebigen Alltag ebenfalls etwas Geschwindigkeit heraus nehmen wollen? Hat dir das Yoga dabei geholfen?
Isabell: Vielen Dank! Das freut mich sehr, dass Du mich so siehst 🙂 Ich würde schon sagen, dass ich eine tiefenentspannte Seele bin aber natürlich bringen mich manchmal auch Themen aus meinem Gleichgewicht. In Australien habe ich schnell gelernt, was wirklich wichtig ist im Leben: *EASY GOING*. Sich keine Gedanken über die Vergangenheit oder über die Zukunft zu machen. Das Leben im Hier und Jetzt genießen. Klar, sollte man Träume und Ziele haben, aber ich meine eher die Zukunftsgedanken über Geld, Sicherheit, „was wäre wenn-Gedanken“… Ich glaube einen Tipp, welchen ich Jedem ans Herz legen kann ist aufmerksam und bewusst durch den Tag zu gehen. Sich an kleinen Dingen zu erfreuen, die uns das Leben jeden Tag aufs Neue bietet und dafür auch dankbar zu sein. Ich glaube das haben viele von uns ein Stück weit verlernt.

Yoga hat mir auf jeden Fall dabei geholfen noch bewusster zu leben, sich rausnehmen zu können, wenn es notwendig ist und auf meinen Körper zu hören. In unserer schnelllebigen Zeit übergehen wir meist unseren Körper und nehmen die Signale, die er uns gibt nicht war bzw. leider erst wahr, wenn sich die Seele über den Körper Gehör verschafft.

In den Sommermonaten bietest du wie bereits oben erwähnt, ein besonderes Special an:
„Yoga im Park“ (Schönbusch)
Erzähl doch einmal kurz davon!
Isabell: Richtig, Yoga im Park biete ich seit vergangenem Jahr jeweils in den Sommermonaten an. Ich habe keinen festen Turnus, ich schaue einfach immer wie es für mich und für den Wettergott an diesem Tag passt. Für mich ist es einfach ein herrliches Gefühl in der freien Natur zu praktizieren. Sich einhüllen zu lassen von den Sommerdüften und den Tiergeräuschen. Ich finde es eine ganz besonders zauberhafte Praxis.

 

Wer noch Fragen an Isabell oder zu ihren Yogastunden hat, schaut am besten gleich auf ihrer liebevoll gestalteten Homepage vorbei:

http://www.happy-soul-yoga.de/

Kontakt:
isabell@happy-soul-yoga.de  oder 0151/61454588

 AKTUELLE KURSE

Montags:
19:00 – 20:15 Uhr Schwangeren-Yoga in der Hebammenpraxis Geis & Bieber-Breit

Dienstags:
10:00 – 11:00 Uhr Rückbildungs-Yoga, Aussenwieinnen Yoga,

17:30 – 18:45 Uhr Schwangeren-Yoga, Aussenwieinnen Yoga,

19:15 – 20:45 Uhr Yoga für Dich, Aussenwieinnen Yoga,

 Personal Training

 NEUE KURSE im September:

Ab 22.09.16
09:30 – 11:00 Uhr Morgen-Yoga für Dich, Aussenwieinnen Yoga, 

30.09.16 – 04.11.16 Kinderyoga

*Hier könnt ihr die verschiedenen Yogastile nachschlagen: Quelle: http://www.yogaservice.de/inhalt/welcher-yogastil-steht-mir-20090504

Lieben Dank Isabell für deine Zeit!!

 

Blau PASSIV – Blau PASSIV

Endlich ist es soweit und ich darf euch meinen 2. Sportler im Portrait präsentieren! Viel Spaß beim Lesen!

Das Ringen gehört zu einem der ältesten sportlichen Wettbewerben der Menschheit und ist bereits seit 1896 olympisch.

Heute in der Rubrik Sportler im Portrait freue ich mich euch Felix Wissel vorstellen zu dürfen. Bis zum Antritt seines Bürgermeister-Amtes in 2008 war Felix im Kader der RWG Mömbris-Königshofen als Freistil-Ringer sehr erfolgreich aktiv.
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Felix – vielen Dank, das du dich für das Interview zur Verfügung stellst! Ich brauche gar nicht nachrechnen – wir haben uns vor ziemlich genau 10 Jahren kennengelernt; da kam ich gerade ganz frisch mit meinem heutigen Mann Jürgen zusammen, der mich zu einem deiner Kämpfe der RWG mitnahm und mich dir vorstellte. Bis dahin hatte ich nur mal als kleines Mädchen einen Kampf der Goldbacher Ringer gesehen, aber was da in Mömbris in der Turnhalle abging war der absolute Wahnsinn! Du und deine Mannschaftskollegen wurden allesamt von der Halle so abgefeiert, dass auch ich als Laie jedes Mal eine Gänsehaut von der Haarwurzel bis zum kleinen Fußzeh bekam. Seitdem waren auch ich öfter bei den Heimkämpfen der RWG und habe mit der Mannschaft mitgefiebert.

Bekommt man als Sportler während des Kampfes diese Stimmung eigentlich mit?
Felix: Während eines Kampfes ist man so auf das eigentliche Ringen konzentriert, dass man die Stimmung nicht mitbekommt. Vor- und nach dem Kampf ist das natürlich anders. Eine große Anzahl an Zuschauern, tolle Stimmung – das hat mich unheimlich motiviert.

Aber jetzt erst einmal zurück zu deinen Anfängen: Wie alt warst du denn als du das erste Mal auf der Matte gestanden hast?
Felix: Ich habe recht spät mit 13 Jahren angefangen. Dies war direkt am Dienstag nachdem die RWG am Wochenende zuvor das erste Mal in einem Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft stand.

Hattest du in dem Kader ein Vorbild dem du nacheifern wolltest oder haben dich der Sport und die Stimmung während des Kampfes so begeistert, das du die Schiene auch einschlagen wolltest?
Felix: Einen speziellen Lieblingsringer hatte ich nicht. Es war eher der spannende Sport allgemein und natürlich die überwältigende Stimmung.

Wusstest du gleich, dass das Ringen nicht nur (d)ein Hobby bleiben sollte und hast bereits in jungen Jahren auf eine leistungssport-orientierte Karriere hingearbeitet?
Felix: Mein Ziel war es recht schnell, einmal Deutscher Meister zu werden und den Sprung in die Bundesligamannschaft zu schaffen. Dafür war ich auch bereit auf Vieles zu verzichten. Glücklicher Weise hatte die RWG Jugend damals sehr viel Zulauf und wir waren insgesamt eine sehr gut motivierte Truppe. Die einzelnen Ringer haben sich gegenseitig angetrieben und der Verein uns mit sehr guten Jugendtrainern ausgebildet.

Man unterscheidet beim Ringen zwischen den Stilen Griechisch-Römisch und Freistil. Kannst du in ein paar kurzen Sätzen die Unterschiede erklären und warum für dich die Wahl auf den Freistil gefallen ist?
Felix: Beim Griechisch-Römisch sind nur Griffe ab der Hüfte aufwärts erlaubt und im Freistil darf man auch Beinangriffe starten. Das ist eigentlich schon der große Unterschied.
Zu Beginn hatte ich mein Glück im Griechisch-Römisch versucht, aber dann recht schnell gemerkt, dass mein Talent eher in Richtung Freistil deutet.

Deine Stärke war immer deine Ausdauer – es ist nicht selten vorgekommen, dass du in der ersten Runde zurückgelegen hast, aber den Kampf letztendlich gedreht und durch deine Ausdauer deinen ausgepowerten Gegner in den letzten Runden in die Knie gezwungen hast. Wie bereitet man sich auf solche Kämpfe vor?
Felix: Ganz wichtig ist bereits vor einer Saison den Grundstein zu legen. Viel Ausdauertraining, viele Einheiten und ein zielgerichtetes Arbeiten. Wenn die Grundlage zu Saisonbeginn stimmt, dann kann man sich Woche für Woche auf den jeweiligen Gegner einstellen, per Video seine Stärken und Schwächen analysieren und dann gemeinsam mit dem Trainer die richtige Taktik abstimmen. Gerade wenn sich angedeutet hat, dass der Gegner konditionell Defizite hatte, war die Marschroute oft, von Anfang an hohes Tempo zu gehen.

Bei den Wettkämpfen geht es ja wie oben geschrieben heiß her. Der Fanclub unterstützt mit Trommeln, die Zuschauer johlen gefolgt von den Rufen: Blau Passiv, Blau Passiv!! Die Heimmannschaft trägt immer Rot, der Gegner Blau, soweit habe ich das verstanden – aber woher kommt das, das man mit den Rufen quasi versucht, den Schiedsrichter zu beeinflussen?
Felix: Die Zuschauer wollen natürlich mithelfen, dass die Mannschaft gewinnt. Oft sind Kämpfe ganz eng und Kleinigkeiten entscheiden über Sieg und Niederlage. Wenn zwei Kämpfer gleichwertig sind, dann entscheidet man als Neutraler sicher leichter für den Heimringer wenn eine prall gefüllte Halle diese Entscheidung lautstark einfordert.

2001 bist du Deutscher Meister im Freistil geworden! Zu dieser Zeit hast du vermutlich im Fitness-Studio gewohnt? 😉
Felix: Zu dieser Zeit habe ich in Hof studiert. Für Ringer ein guter Standort. In Hof gibt es einen guten Ringerverein und der damalige Bundesligaverein Markneukirchen mit mehreren Weltklasse Trainingspartnern war nur etwa 30 KM weg. Zudem fand die Deutsche Meisterschaft in Hof statt und ich hatte quasi Heimkampf! Aber einige Studienkollegen haben sich schon gewundert, wenn ich jeden Abend zum Training gefahren bin.

Seit 2008 bist du jetzt schon als Bürgermeister in Mömbris tätig und hast kurz vor deinem Amtsantritt deinen Rücktritt als Ringer angekündigt. Das ist mittlerweile 8 Jahre her in der du inzwischen auch Papa geworden bist. Wie bist du anfangs ohne den Trainingsalltag klargekommen? Ich kann mir vorstellen, dass es erst einmal sehr ungewohnt war?
Felix: Schlimm war es, als unsere Mannschaft das erste Mal ohne mich eingelaufen ist. Da ist mir endgültig bewusst geworden, dass das Kapitel beendet ist.

Aber insgesamt ist mir der Umstieg nicht allzu schwer gefallen. Im Ringertraining war ich fortan nur noch selten, aber dafür habe ich noch ein paar Jahre Fußball gespielt, gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und seit ca. 3 Jahren gehe ich auch sehr gerne laufen. Sport als Ausgleich zum Beruf finde ich wichtig.

Leider hat es bei der RWG trotz vieler spannender Kämpfe in den letzten Jahren „nur“, dafür mehrfach bis zur Vize-Meisterschaft gereicht. Nun wurde der Rückzug aus der Bundesliga beschlossen und es beginnen die Arbeiten mit einem jungen neuen Kader in der Oberliga Hessen. Gibt es einen Ratschlag den du (diesen) jungen Ringern mitgeben würdest?
Felix: Immer weiter kämpfen, nicht aufgeben. Auch ich habe als ganz junger Ringer in der Oberliga viele Niederlagen einstecken müssen. Wichtig ist, aus Niederlagen zu lernen, die Fehler abzustellen und dann ist die Zeit immer der Freund von jungen ehrgeizigen Athleten.

Felix, ich danke dir für deine Zeit und die Schnappschüsse aus deiner aktiven Zeit die du mir zur Verfügung gestellt hast!

Weitere Infos zu Felix´ damaligen Verein der RWG findet ihr unter:
www.kahlgrund-ringer.com


Wie immer noch zum Schluss etwas zum Klugscheißen:
Wusstet ihr, dass die Athleten in der frühen Antike NACKT zum Ringkampf angetreten sind? 🙂 Sie wurden auch nicht wie heute in Gewichtsklassen aufgeteilt und wer seinen Gegner 3 Mal zu Boden warf, hatte gewonnen.

 

Ju Jutsu – die sanfte Kunst der Selbstverteidigung

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Heute möchte ich euch Alex, einen guten Freund von mir vorstellen: Alex ist 43 und wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Mädchen in Stockstadt am Main. Wir haben uns vor 4 Jahren kennengelernt, als wir unseren Übungsleiterschein gemacht haben. Wir halten seitdem den Kontakt und uns verbindet die Liebe zum Sport. Alex übt eine nicht alltägliche Sportart, oder  vielmehr eine Kampfkunst, die er auch selbst unterrichtet:    JuJutsu2Ju Jutsu (übersetzt) „sanfte Kunst“. Diese Selbstverteidigungs-Techniken stehen beispielsweise bei unserer Polizei ganz oben auf dem Stundenplan. Diese sind Bestandteil der Ausbildung. Denn das Ziel hier liegt dabei, sich ohne aktiven Angriff mit möglichst wenig Krafteinsatz, Best möglichst zu schützen und zu verteidigen.

Alle Techniken können je nach Situation und Notwendigkeit sowohl in sehr harter Form als auch relativ sanft angewendet werden.

Dies ermöglicht dem Verteidiger stets die Möglichkeit, sich im Rahmen der gesetzlichen geforderten Verhältnismäßigkeit zu bewegen.

Erst vor kurzem habe ich an Alex´ neuen „Selbstverteidigungskurs für Frauen“ teilgenommen. Wir haben nicht schlecht gestaunt, mit welchen einfachen, aber effektiven Methoden Frau sich ohne Kraftaufwand verteidigen kann. Selbstverständlich kam auch der Spaß in seiner Stunde nicht zu kurz!

Alex – ich freue mich sehr, dass du den Auftakt meiner Rubrik „Sportler im Portrait“ machst und du dich meinen Fragen stellst, um uns dein Hobby und den Verein TG (Turngemeinde) Stockstadt (Main) vorzustellen.

Es gibt eine nahezu endlose Vielzahl an Sportarten – wie bist du ausgerechnet darauf gekommen, Ju Jutsu zu erlernen? Gab es ein Schlüsselerlebnis in deinem Leben?
ALEX: Ein Schlüsselerlebnis gab es keins, der Kampfsport hat mich schon immer fasziniert. Als ich von Ju Jutsu gehört habe und mich darüber informiert habe was die Elemente der Kampfkunst sind, war ich sehr beeindruckt.

Ju Jutsu setzt sich aus 3 Kampfsport Richtungen zusammen

JUDO – KARATE – AIKIDO  Aus diesem drei Kampfsportarten hat die Polizei Deutschland eine neue Kampfsport Art kreiert, die jeder Situation im alltäglichen Job des Polizisten standhält.

Diese Vielseitigkeit von Ju Jutsu hat mich schließlich dann überzeugt.
Ich wollte etwas Lernen, das mich in die Lage versetzen kann, mich in jeder erdenklichen Situation verteidigen zu können. Dazu zählt die Verteidigung im

–    Nahkampf
–    Bodenkampf
–    Waffen (Stock und Messer so wie Pistole)

Ich übe diesen Sport jetzt schon 10 Jahre aus und habe immer noch Spaß daran.

Du hast den schwarzen Gürtel. Wie viele Farben gibt es noch und was bedeuten sie?
ALEX: Ja ich habe den Meistergrad 1.DAN um den Meistergrad zu bekommen sind 5 Gürtel Prüfungen notwendig. Zu Beginn startet man mit dem Weißen Gürtel, den es zum Anzug dazu gibt. Durch das Erlernen der Kampfkunst und das Üben der Abläufe verbessert sich die Fähigkeit des erlernten. Diese Fähigkeiten werden an Hand von Gürtelprüfungen unter Beweis gestellt. Die jeweilige Zeit bis zu einer Prüfung hängt natürlich von Schüler ab. Es gibt aber Richtlinien für die zeitabstände der jeweiligen Gürtelprüfung  

  • Gelb ( nach einem ½ Jahr möglich )
  • Orange ( nach einem Jahr möglich )
  • Grün  ( nach 1 -2 Jahren möglich )  
  • Blau  ( nach 2 Jahren möglich )
  • Braun ( nach 2 Jahren möglich )
  • Final dann Schwarz ( nach 2 -3 Jahren möglich )

Wenn die Entscheidung getroffen wurde Ju Jutsu zu erlernen sollte man sich auf 10 Jahre einstellen bis der Meistergrad erreicht wird.

Seit wann unterrichtest du Ju Jutsu selbst?
ALEX: Ich unterrichte Ju Jutsu seit 4 Jahren Erwachsene sowie Kinder.
Um eine hohe Qualität zu gewährleisten habe ich Spielziel für Frauen die Kursleiterlizenz Frauenselbstverteidigung, Methodik und Didaktik , Prävention ,Selbstbehauptung
Anatomie und Physiologie gemacht.

Du hast ja neben dem „Selbstverteidungskurs für Frauen“ jetzt auch begonnen, schon die Kleinsten zu unterrichten. Wie kommen die Kurse an?
ALEX: Wir haben seit Januar 2016 mit der Kinderabteilung begonnen. Die Resonanz ist sehr groß, wir haben jetzt inzwischen 30 Kinder die in Ju Jutsu unterrichtet werden.
Das Training findet i
mmer Mittwochs von 17.15 – 18.15 Uhr statt.

Gibt es schon Projekte für die Zukunft?
ALEX: Wir werden nächstes Jahr einen Landeslehrgang in Stockstadt veranstalten, zu erwarten sind dann bis 100 Mann.
Das Ziel ist alle spaten anbieten zu können 

  • Erwachsenen Training 
  • Kinder Training JuKids 
  • Frauen Selbstverteidigung 

und das immer mit einer bestmöglichen Qualität
Wir haben dazu ein 5 Köpfiges Team von Kampfsport Meistern und Pädagogen.

AmpelsystemIn eurem Trainingsraum habe ich an der Wand das sogenannte  „Ampelsystem“ hängen gesehen. Was hat es zu bedeuten?
ALEX: Die drei Farben geben die drei Stufen der der möglichen bzw. notwendigen Verteidigung wieder.
GRÜN beinhaltet den gesamten Bereich der Prävention.
GELB den Bereich der Selbstbehauptung und
ROT den Bereich der Selbstverteidigung, der das zuletzt eingesetzte Mittel definiert.

Im Idealfall sollte dieser Bereich nie betreten werden müssen.  

Vielen Dank für das tolle Interview! Wer jetzt Lust bekommen hat, Ju Jutsu einmal selbst auszuprobieren, kann sich unter www.tg-stockstadt.de sämtliche Informationen herausziehen und sich einfach mal zum Schnuppern bei Alex ankündigen. Kontakt: 06027-70851 Mobil: 01727535761 email: ranavolo@gmail.com

Hier die Trainingszeiten auf einen Blick:

Anfänger Training
Montags von 19.30 – 21.00 Uhr
Fortgeschrittene
Donnerstags von 19:30 – 21:00 Uhr
Kinder ab 6 Jahren
Mittwochs von 17:15 – 18:15 Uhr

Jetzt noch einige Eindrücke rund um eine Trainingsstunde bei Alex 🙂

 ….und noch ein paar Schnappschüsse in Aktion

 Übrigens – wenn ihr mal Klugscheißen wollt: denkt ihr, dass es etwas über den Grad der Ausbildung aussagt, ob jemand einen weißen Anzug oder einen Schwarzen trägt?

Nein – jedoch ist es bei der Gürtel-Prüfung vorgeschrieben, ausschließlich im Weißen Anzug anzutreten. Wenn also jemand im Training Schwarz trägt, muss er für seinen Prüfungstag noch einen zusätzlichen Weißen Anzug im Schrank haben.