Sportler im Portrait: Glenn Schelzig – Stand Up Paddling (SUP) – Kahler See; Honisch Beach Niedernberg; Main

Yeah, endlich mal wieder ein Sportler-Portrait! Glenn steht schon so lange auf meiner Liste, weshalb es mich besonders freut, dass ich euch wie zum Thema „Wasser“ bereits angekündigt, das Interview mit ihm präsentieren darf!

Vor 2 Jahren habe ich Glenn kennengelernt, als ich mit einer befreundeten Arbeitskollegin am Kahler See einen SUP Einsteigerkurs gemacht habe. Ihr findet den Bericht von damals auch auf meinem Blog. Wir haben damals in einer kleinen Gruppe und Glenn den Kahler See auf dem Board erkundet.

Wie zu erwarten, hat es riesig Spaß gemacht, weswegen sich unsere Wege innerhalb der 2 Jahre immer mal wieder am See kreuzten.

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Aber jetzt zum Interview:  

Dani: Schön, dass du dir die Zeit genommen hast, uns ein bisschen von dir und dem SUP zu erzählen!

Glenn:
Es freut mich sehr, dass wir uns auf dem Wasser kennengelernt haben und du dich für meine SUP-Stories interessierst!

Dani: Optisch gesehen bist du ja schon ein typischer Surfertyp: längere lockige Haare, natürlich SUP-Wasserklamotten, Sonnencappy und immer einen lockeren Spruch auf den Lippen. 😉 Allerdings hast du soweit ich weiß noch einen „Hauptjob“ in dem du nicht mit Shorts und Badelatschen daherkommst und hast mit dem Paddling sozusagen das Glück, dein Hobby zum Nebenjob zu machen – richtig? 😉

Glenn: Ja genau, ich habe mich vor 18 Jahren als Foto- und Datendienstleister für Autohäuser selbständig gemacht und betreue über die Frankfurter Grenzen hinaus verschiedene große und namhafte Autohändler. Deshalb sieht man mich auch oft mit der Kamera vor hübschen Autos stehen. 😉 Das mit dem „optisch gesehen“ übergehe ich jetzt mal. 😊 😊

Dani: Haha sorry für die falsche das Klischeedenken – ich wollte damit sagen, das man dir das Surfer-Liebhaber-Gen direkt ansieht – und das natürlich nur im positiven Sinn 😉

Das Stand Up Paddling liegt seit den letzten 2-3 Jahren voll im Trend, aber du machst das bestimmt schon einige Zeit länger – wann hast du denn das erste Mal auf dem Board gestanden?

Glenn: In meiner Jugendzeit bin ich öfters zum Wellenreiten gefahren, daher war das mit „auf dem Board stehen“ schon recht früh. Doch das Paddel fehlte immer! 😊 Vor jetzt genau 5 Jahren war ich am Wörthersee und da gab es einen Surf-Shop der SUP-Boards im Strandbad Klagenfurt verliehen hat und da war es um mich geschehen. Ich brauchte noch nicht einmal eine Welle und auch keinen Wind, sondern einfach nur Wasser, um den Surfsport zu leben. 😊 Somit war klar, man kann auch hier in Aschaffenburg den Surfer Lifestyle genießen und sich austoben. 

Dani: Die Idee das Paddling nach Aschaffenburg zu bringen war definitiv ein super Urlaubsmitbringsel! ;-D

Vor kurzem war ich auf dem Main in Frankfurt Paddeln…da gab es schon hin u wieder kleine Wellen durch den Schiffsverkehr, die mich ganz schön aus dem Gleichgewicht gebracht haben. Ich kann mir vorstellen, dass das Paddling bei richtigem Wellengang auf dem Meer schwierig wird…Surfst du auch? 

Glenn: Wellenreiten tue ich seit meiner Jugend nicht mehr. Erst durch das SUPen befasse ich mich jetzt wieder intensiver mit dem Surfen. War dann vor zwei Jahren das erste Mal wieder in Australien zum Surfen und wird auch bald wiederholt. 😉Um auf den Wellengang auf dem Meer zu kommen, da ist mir besonders wichtig, dass dies mit Respekt zu sehen ist! Genau aufgrund des Hypes und das relativ leicht zu erlernenden SUPen´s sieht man natürlich überall die Leute stehend auf dem Meer. Doch viele überschätzen sich und unterschätzen die Gesetze des Meeres, deshalb geht auch keiner aus meinem Kurs, dem ich es ans Herz lege, nochmal einen Crash-Kurs an dem jeweiligen Hotspot zu machen, um zu lernen wie es auch Spaß machen kann, ohne viel Wasser zu schlucken, abzutreiben oder sich zu verletzen. Das kann man einfach nicht mit den „kleinen Wellen“ an einem See oder Fluss vergleichen. Viele kommen auch genau aus dem Grund zu mir in den Kurs, die versuchten, sich das SUPen auf den großen Meeren selbst zu erlernen. Das Paddel verkehrt herum einstechen und mit Boards SUPen, die aussehen wie Bananen, aber das ist ein ganz anderes Thema, musste ich nur gerade mal loswerden. 😉 😊 Doch alle haben die Erkenntnis gewonnen, ohne Basics, SUPsurft sich das so einfach nicht! 😊😊 

Dani: Da gebe ich dir Recht – das Element Wasser und die damit verbundenen Gefahren  sollte man nie überschätzen. Eine angemessene Portion Respekt sollte jeder unbedingt mitbringen.

Bist du denn eine richtige Wasserratte oder kann man dich auch für Sportarten „an Land“ begeistern? 

Glenn: Ehrlich gesagt, ich komme aus einer Sportlerfamilie, die es lieber an Land mögen und mir den Wassersport nicht so mitgegeben haben. Bevor ich zum Stand Up Paddling gekommen bin, hat mich der Laufsport inspiriert und das Snowboarden. Doch wer mich kennt, weiß, dass ich schon sehr viel Sport an Land betreibe sowie betrieben habe und das aber auch schon immer mit einer gewissen Ernsthaftigkeit. 😉

Dani: Unseren Kurs bei dir vor 2 Jahren haben wir übers Internet gebucht.
https://www.wsrm-academy.de/stand-up-paddle/kurse/hanau/  

Kann ich mir auch direkt bei dir am See ein Board leihen, wenn ich zum Schwimmen dort bin und spontan entschließe zu Paddeln?

Glenn: Ja klar, dies ist jedoch rein zum Schnuppern und mal ausprobieren. Da bekommt man gezeigt, wie das Paddel richtig herum gehalten wird, dass man nicht mit der Finne voraus paddelt und los geht’s. 😊

Für ehemalige Kursteilnehmer und Stammkunden gibt es separate Reservierungen, die gehen vor und es wird preislich etwas rabattiert. 😉

 Dani: Das ist ein Wort 😉

Wenn du nicht am Kahler See bist, kann man über den Windsurf Verein Rhein Main (neben den Kursen auch Touren auf dem Main mit dir buchen. Zb. nach Seligenstadt oder Miltenberg.
Kann denn da jeder mitmachen, oder sollte man etwas Erfahrung mitbringen und erst einmal mit einem Kurs auf dem See beginnen? Am Main ist ja ein reger Schiffsverkehr, der die eine oder andere Welle auslöst. 😉 

Glenn: Das mit den Touren hat sich in den letzten Jahren eher so entwickelt, das wir eine kleine SUP-Community geworden sind und uns 1 x im Monat zu einer Tour verabreden. Ich plane meist eine Route mit verschiedenen Kilometern, so dass jeder mal bei einer mitpaddeln kann und daran wächst. Denn unsere größte Tour ist auf dem Rhein, mit knapp 100km. 😉 Es ist jeder willkommen, jedoch sollte er schon ein bisschen mehr als eins, zwei male gepaddelt sein. Wir sind immer chillig unterwegs.

Von den gebuchten Touren sind wir abgekommen, da es zu viele Anfänger waren, also diejenigen die noch nie gepaddelt sind, die sich angemeldet haben und das macht dann allen keinen Spaß.

 Dani: Wow 100km….wahnsinn! Bisher habe ich es zeitlich leider nicht zu einer der Touren geschafft, aber auch das steht noch ganz oben auf meiner Sommerliste.

Hast du schon einmal selbst das Yoga auf dem Board ausprobiert?

Glenn: Ja, habe ich nun endlich auch mal gemacht. Ich wurde aber nicht gezwungen 😉😊 War sehr nett und die, die Yoga mögen, ein Muss! www.annyma-yoga.com und www.yoga-freiraum-alzenau.de 

Dani: Witzig das du das betonst, nicht gezwungen worden zu sein, haha J Aber es ist ja auch wirklich gar nicht so einfach das Gleichgewicht des Boards auf dem Wasser zu halten – da landet man schneller im See als man Piep sagen kann ;-D

Dani: Wird es in dieser Saison auch wieder ein SUP Rennen geben?

Glenn: Ja, das mit dem SUP Rennen…das spukt mir immer wieder im Kopf. Doch bindet uns alle die Saison immer so ein, dass wir für die ganze Orga keine Zeit finden, die man definitiv dafür braucht, plötzlich ist Oktober und alle frieren schon! 😊 😊 Wo ich jedoch immer dabei bin, ist das SUP-Monster-Race in Hanau an Halloween, da sind interessierte und Teilnehmer auch immer willkommen! www.skg-hanau.de  

Dani: Stimmt – es kommt der Tag das ist schwupps auf einmal der Sommer weg und man möchte  nicht mehr ins Wasser. Das mit dem Monster-Race ist ja eine coole Idee – das klingt nach einem besonderen Spektakel! Das werde ich mir doch direkt mal vormerken!

So lieber Glenn – jetzt wäre noch Platz, wenn du noch etwas in eigener Sache loswerden oder erzählen möchtest 🙂

Glenn: Ich wünsche nun allen noch eine schöne Sommer-Saison, egal was Ihr macht, genießt die Zeit und bleibt schön locker!

Jeder, der am SUPen Interesse, Fragen oder Ideen hat oder vielleicht eine Aktion sowie Event plant, meldet Euch! Bin für jede Schandtat zu haben!

Ihr findet mich bis Ende September jedes Wochenende am SUP-Camp Kahler See und wer Yogaverliebt ist kommt uns auch am Honisch-Beach / Niedernberg besuchen.

Vielen Dank für das Interview, hat doch Spaß gemacht 😉 Cu Glenn

Dani: Ich danke dir Glenn, ich hoffe wir sehen uns ganz bald mal wieder!

Hier noch ein paar Links unter denen ihr Infos über das Paddling von u. mit Glenn findet.

Außerdem noch gaaaanz viele Bilder von Glenns Touren und auch ein paar Schnappschüsse von meinem letzten Paddling-Trip zum Junggesellinnenabschied meiner kleinen Schwester. Viel Spaß beim Anklicken 🙂

>>> Facebook: Sup-CampKahlerSee und SUP-HonischBeach
#supcampkahlersee
# suphonischbeach

Ich wünsche euch eine tolle weitere Sommerwoche – vielleicht seid ihr ja jetzt inspiriert und besucht Glenn direkt mal am „Kahler See“ oder probiert das Yoga am „Honisch Beach“ aus! Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß dabei!

Eure Dani 🙂

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Sieht das nicht toll aus? ❤ Danke, liebe Unbekannte, für die Verfügungstellung dieses besonderen SUP-Fotos! 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Sportlerin im Portrait: Julia – ROPE SKIPPING

Wie heißt es so schön – „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ …

Tadaaa –  ich habe endlich wieder jemanden gefunden, der bzw. DIE perfekt in meine Reihe „Sportler(in) im Portrait“ passt. Und zwar meine liebe Arbeitskollegin Julia.

Wir arbeiten noch nicht allzu lange zusammen und erst vor einigen Tagen hat mir Julia von einem ihrer Hobbies erzählt. Dem Rope Skipping! Ich war sofort Feuer und Flamme, darüber in meinem Blog zu berichten und freue mich daher ganz besonders das Julia auch zugestimmt hat, sich meinen Fragen zu stellen und erzählen wird, was für sie den Reiz am Rope Skipping ausmacht.

Foto zu SFHF_54_Sportlerin im Portrait Julia Rope Skipping

Julia – toll das du uns dein Hobbie einmal vorstellen möchtest – ich bin schon sehr gespannt!

Meine Einstiegs-Frage zuerst: 
Wie bist du zum Rope Skipping gekommen und wie lange bist du schon dabei? Erzähl mal! 

Vorerst einmal Danke an Dich, dass ich etwas über meinen Sport erzählen darf, da wahrscheinlich viele von euch den Begriff „Rope Skipping“ noch nie oder noch nicht allzu oft gehört haben. Zu meinem Sport gekommen bin ich durch eine alte Freundin, die den Sport in dieser Zeit ausübte und die Gruppe neue Mitglieder suchte. Da ich sowieso auf der Suche nach einer neuen Sportart war, dachte ich mir: „Warum denn eigentlich nicht?“ und habe mir das Ganze mal angeschaut. Lange Rede kurzer Sinn: mittlerweile bin ich seit 11 Jahren in meiner Gruppe vertreten.

Wow, das ist echt eine lange Zeit! 

Was muss man sich denn unter Rope Skipping vorstellen? Und wo ist der Unterschied zum „normalen Seilspringen“, was die meisten sicher noch aus ihrer Kindheit kennen? 

In wirklich jeder Vorstellungsrunde, sei es in der Schule oder in meiner Ausbildungszeit kam grundsätzlich die Reaktion: „Hä, was ist denn Rope Skipping? Noch nie gehört.“ Ich übersetze dies allerdings nicht gerne mit Seilspringen, weil viele dann an ihre Grundschulzeit zurückdenken: einmal überkreuz, paar Mal hin und her springen, das war´s? Leider falsch gedacht. Rope Skipping ist eine Kombination aus verschiedenen Sprüngen, sei es einfach, doppelt, überkreuz und und und, welche mit akrobatischen Elementen verbunden werden können. Wie meine Trainerin immer so schön sagt: „Es gibt eigentlich nichts, was man nicht mit dem Seil ausprobieren kann.“

Springt ihr dabei mir einem „gewöhnlichen“ Seil oder gibt es dafür spezielle Materialien die besonders gut geeignet sind?

Je nach Können und Disziplin unterscheiden wir verschiedene Seiltypen:

Gestartet wird mit dem normalen Gummiseil, dass sicherlich jeder aus dem Sportunterricht kennt. Beherrscht man die grundlegenden Sprünge erhält man ein Long-Handle. Mit diesem lassen sich kompliziertere Sprünge leichter bewältigen. Neben den normalen Gummiseilen gibt es noch die Beaded Ropes. Diese sind mit Plastikröhrchen bestückt, was das Springen anstrengender gestaltet. Sie eignen sich durch die verschiedenen Farben und das laute „Klackern“ sehr gut für Auftritte. Für die schon erwähnten Speed-Disziplinen gibt es für die Fortgeschrittenen die sogenannten Speed Ropes, auch Drahtseile genannt. Diese sind sehr leicht und sollten auch erst benutzt werden, wenn man ein bestimmtes „Level“ erreicht hat.

 


Um hier mal ein Beispiel zu nennen: der deutsche Rekord liegt im Speed mit Drahtseil in 30 Sekunden Jogg-Step (auf der Stelle laufen) bei 105. Hierbei wird nur der rechte Fuß gezählt, d.h. es handelt sich um 210 Seilschläge in 30 Sekunden. Zu guter Letzt gibt es natürlich auch noch die Stoffseile. Diese gibt es in verschiedenen Längen, welche gut geeignet sind, um mit mehreren Personen im Seil zu springen.

Bild 7 zu SFHF_54_Sportlerin im Portrait Julia Rope Skipping

Trainierst du im Verein?

Ja, Rope Skipping wird vom Turnverein in Großostheim mit der für mich besten Trainerin 🙂 Eileen Matthews angeboten.

http://www.tv-grossostheim.de/Sportgruppe/Rope-Skipping

Über das Kompliment wird sie sich jetzt aber freuen! 🙂

Nehmt ihr auch an Wettkämpfen teil?

Ja, wir nehmen grundsätzlich mindestens 1 Mal im Jahr an einer Gaueinzelmeisterschaft teil, die auch die Qualifikation für die hessischen Meisterschaften beinhaltet.

Hierbei gibt es verschiedene Disziplinen: Grob gesagt wird unterschieden zwischen Speed (Schnelligkeit, wird von allen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgeführt), der Composory (Kombination für die Einsteiger) und dem Freestyle (selbst ausgedachte Performance mit Musik).

Auch bei der vom TVG ausgerichteten Sportgala „Move It“ waren wir bis jetzt immer vertreten.

Das klingt toll und nach sehr viel Spaß!

Foto 1 zu SFHF_54_Sportlerin im Portrait Julia Rope Skipping

Foto 2 zu SFHF_54_Sportlerin im Portrait Julia Rope Skipping

Jetzt hast du mich wahnsinnig neugierig gemacht – Zeit, sich das Rope Skipping mal anzuschauen!  

Ein aktuelles Video meiner Gruppe habe ich leider nicht vorrätig. Allerdings habe ich einen Link zum Auftritt der deutschen Mannschaft bei der WM in Hongkong 2014 gefunden. Ich finde diese Gruppe hat in Ihren verschiedenen Darbietungen einen guten, kurzen Einblick in die Welt des Rope Skippings gegeben.

 Quelle: YouTube

Wenn Julia euer Interesse geweckt hat, dann erkundigt euch doch mal bei der von ihr angegebenen Adresse oder schreibt mich an, dann kann ich gerne den Kontakt zu ihr herstellen.

 Vielen Dank Julia das du uns einen Einblick in deinen Lieblingssport gewährt hast! 


Hier noch wie immer am Ende etwas zum Klugscheißen: 

Seilspringen geht mächtig an die Kondition und als Ungeübter wirst du vermutlich ziemlich schnell ins Schwitzen kommen. Das ist auch der Grund, warum du mit dem Seilspringen bis zu 250 Kalorien in 15 Minuten verbrennen kannst.
Auch wenn sich Seilspringen also vielleicht leicht anhören mag, ist es eine anstrengende Sportart, die viel Ausdauer, Konzentration und Koordination voraussetzt und dich ordentlich fordern wird.


!!!Sportler aufgepasst!!!
Übst auch du einen interessanten, speziellen, seltenen oder gar kuriosen Sport aus und möchtest meinen Blog dafür nutzen, um ihn etwas bekannter zu machen oder einfach zu unterhalten – dann schreibe mir auf „blog.stayfithavefun@gmail.com“

 

 

 

Jörg Oberle bewegt Aschaffenburg

Endlich gibt es mal wieder Neues aus meiner Reihe „Sportler Im Portrait“!
Und zwar möchte ich euch diesmal Personal Coach Jörg aus Aschaffenburg vorstellen.

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Der Eine oder Andere hat sicher schon von ihm gehört und verbindet seinen Namen u.A. mit dem Stichwort „City Night Run“.
Das ist zumindest das Erste was mir zu dir einfällt, Jörg!
Seit dem 25.4.2016 nämlich hast du es dir zur Aufgabe gemacht, dienstagabends um 20Uhr von deinem Studio im Rossmarkt in Aschaffenburg einen Lauftreff zu starten. Der erste Termin mit 7 Leuten war der Startschuss für ein erfolgreiches Projekt!
Der Geburtsstunde des City Night Run!

Durch eine Freundin bin ich vor einem halben Jahr auf den City Night Run aufmerksam gemacht worden und kam auch schon 2x in das Vergnügen mit dir und weiteren Läufern durch Aschaffenburg zu joggen. Da ich selbst Dienstags noch bis Juli meine Aqua-Kurse gebe und daher nicht mitlaufen kann, verfolge ich auf Facebook die wöchentliche Entwicklung des Projektes.
Seit einem Jahr finden sich nun schon von Woche zu Woche, Sommer wie Winter, bei Abendhitze, Regen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, Bewaffnet mit Stirnlampen und auch mal mit Nikolausmützen, immer mehr Läufer ein um dich durch die Aschaffenburger Innenstadt zu begleiten. Es ist nahezu ein Selbstläufer geworden und erinnert mich ein bisschen an die Laufszenen im Film Forrest Gump…
Und so ist es auch nicht verwunderlich, das du das dir gesteckte Ziel von 100 Läufern zum 1-Jährigen Jubiläum auch mit Links geschafft hast! Nicht nur das – du hast es geschafft, das sogar sage und schreibe 133 Teilnehmer zusammenkamen!!
Meinen Respekt und herzlichen Glückwunsch dazu!!
Erzähl mal – wie fühlt sich das an – was dachtest du als du die Meute vor deiner Türe stehen hattest?

Jörg: Zu aller erst möchte ich dir DANKE sagen. Gerade wenn man mit seinen Ideen am Anfang steht, ist man auf Publicity angewiesen und bei diesem großen Angebot an Möglichkeiten, in der heutigen Zeit, wird es immer schwieriger sich heraus zu stellen. Aus diesem Grund werde ich die Möglichkeit beim Schopf packen und dir noch den Spirit näher bringen, was so besonders am City Night Run ist 🙂

Wie es sich anfühlt wenn man sieht, wie es immer mehr und mehr werden? Großartig! Es ist sehr schön zu sehen, wenn man in seiner Idee bestätigt wird und man gleichgesinnte findet, die nicht immer nach Bestzeiten und höher, schneller, weiter trachten. Ich finde der „City Night Run“ entschleunigt und ist gerade das Gegenteil von Wettkampf. Man trifft sich schon 30 Minuten vor dem Start und spricht über erlebtes, anstehendes oder die neueste GPS-Uhr. Man tauscht Erfahrungen aus, spricht über Erfolge, Misserfolge oder einfach nur über den Weltfrieden. Alt trifft jung und schnell trifft langsam, egal welche Hautfarbe und Herkunft, alle mit einem Ziel. Entspannt und gechillt bei lockerem Tempo durch die Stadt zu laufen und dabei Menschen kennenzulernen die teilweise faszinierende Geschichten zu erzählen haben. Aber „nur“ Laufen ist nicht das besondere beim City Night Run 🙂 Vielmehr der Mix aus Laufen, Workout, die Suppe danach und das lockere Beisammensein nach dem Run ist in der Region, und wir behaupten auch Überregional, eine einzigartige Sache.

Wir freuen uns auf jedes neue Gesicht und hoffen weiterhin das die Gruppe wächst.

Hast du dir bereits ein neues Ziel gesetzt? Müssen bald die Straßen abgesperrt werden, wenn Jörg Oberle mit seiner Gefolgschaft anrückt?

Jörg: Die 100 waren ja jetzt doch recht schnell geknackt und sicher schaut man nach vorne und hat schon eine neue Zahl im Blick 😉 Ich fühle mich nicht wie ein Guru und muss bei diesem Gedanken schon sehr schmunzeln, liebe Daniela. Ich habe letztendlich nur die richtige Idee zur richtigen Zeit gehabt und mit etwas „Marketing-Wissen“ und ein wenig „PR“ konnte ich meinen Traum die Stadt zu bewegen umsetzen. Wir haben ca. 75.000 Einwohner und nicht alle können laufen, da sie entweder zu jung, zu alt oder leider zu krank dafür sind. Manche haben keine Lust oder es fehlt ihnen der Antrieb. Dennoch bleiben noch ein paar übrig, die ich alle gerne beim nächsten City Night Run begrüßen würde 😉 Vielleicht nicht alle auf einmal …… lach.

Hier einige Bilder der City Night Run Community – Gänsehaut pur – von Woche von Woche sind mehr Läufer dabei!

Welche Projekte hast du noch aktuell in petto?

Jörg: Welche Projekte ich noch habe, oh mein Gott 🙂 Da gibt es eine ganze Menge Projekte und ich möchte dir zwei weitere näher vorstellen.

Da ist zum einen „MamiVit“. Ein Projekt, dem ich sehr große Aufmerksamkeit widme, da ich selbst Vater bin. Ich weiß somit wie schwer es für manche Mamis ist, nach der Schwangerschaft wieder in Shape zu kommen. Die Fitnessstudios in Aschaffenburg bieten vielleicht eine Kinderbetreuung an, aber welche Mutti gibt schon ihr 3-monatiges Kind einer wildfremden Frau und geht dann seelenruhig 60 Minuten trainieren? Warum also nicht Sport mit Kind, und da meine ich nicht das Kind als Gewicht in der Übung zu platzieren, so wie das einige anbieten!

Nein, ich spreche von richtigem Sport! Schwitzen, gesunden Muskelkater, den Körper im gesunde Maße zu spüren, und dabei sein Kind und das Kind die Mami immer im Blick zu haben. Das Ganze in der Gruppe mit Gleichgesinnten und die Kids beschäftigen sich untereinander. Es macht sehr viel Spaß zu sehen, wie die Mamis immer stabiler werden, die Kids wachsen und das wichtigste, die Mamis leben den Sport, die Bewegung, den Kids vor. Ein wichtiger Auftrag, der gerade in unserer jetzigen Zeit mit Handy, keine Zeit und Hektik viel zu kurz kommt. Ich könnte dir jetzt noch viel mehr über MamiVit erzählen aber das würde den Rahmen sprengen. Bei Interesse schaust du einfach auf meiner Webseite joerg-oberle.com nach und erhältst dort alle nötigen Infos 😉

Functional Training ist das Zauberwort für einen gesunden und fitten Körper. Das ist meine Passion geworden und es vergeht kein Tag an dem ich nicht selbst trainiere oder mit meinen Kunden dieses Thema beackere. Keine Gewichte, kein Studio – nur meine Gruppe, die ich jeden Mittwoch 18:30 Uhr im Strietwald bei der SG Strietwald trainiere und wer sich dafür interessiert ist jederzeit, kostenfrei, zum Schnuppern willkommen.

Wenn ich mir deine Facebook-Seite so anschaue, bist du schon ein kleines bisschen Sport-Verrückt – war das schon immer so? Was war sportlich gesehen das Abgedrehteste was du bisher gemacht hast?

Jörg: Ich treibe Sport seit dem ich 4 bin. Ich bin gerannt, habe Fußball gespielt und Langlauf betrieben und mich mit 10 Jahren rein dem Fussball gewidmet. Diesen Sport habe ich jahrelang betrieben, aber dann interessierte mich der Laufsport immer mehr. Ich habe angefangen wie jeder andere auch – mit kurzen Distanzen und mich gefragt, wie ich jemals einen Marathon laufen könnte. Ich habe Trainingspläne aus dem Internet geladen und festgestellt das diese für mich nicht perfekt waren und damit war der Entschluss festgestanden, ich muss mir das selbst beibringen. Der Plan „Lauftrainer“ zu werden war erschaffen und dieses wurde auch ein paar Monate später umgesetzt. So fing alles an und danach ging es weiter und weiter und weiter 😉

Irgendwann bin ich morgens einfach mal mit meiner Freundin nach Frankfurt ins Büro gefahren und Richtung Aschaffenburg gelaufen – 55 Km in 5 Stunden + Eispause in Seligenstadt. Das war die Geburt des „Sport-Verrückten“ 😉

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Etwas verrückt – aber auch unheimlich sympathisch – das ist Jörg 😉

600 Km von Dortmund nach Berlin, der Zugspitzmarathon, der Heidelbergmarathon, mehrere Teilnahmen am BraveheartBattle (einer der härtesten Hindernisläufe Europas) um nur ein paar zu nennen, waren läuferisch gesehen, dass krasseste was ich gemacht habe. Und dabei ist nicht nur der Körper krass gefordert sondern auch der Geist muss stark sein und unfassbares überwinden.

Vielleicht noch ein paar Worte zum vergangenen „StreetWald Cross Dirt Run“?

Jörg: Das ist mein eigener Lauf, schon lange mein Traum und dieses Jahr zum zweiten mal, eigentlich unfassbar. Ein Lauf mit drei Läufen und ordentlich Höhenmeter durch meinen geliebten Strietwald. 11,3 km ,22,6 km und 33,9 km sind mit maximalen 900 Höhenmeter sicher für jeden Läufer eine Herausforderung. Nachdem wir die Teilnehmerzahlen beim zweiten Run verdoppeln konnten freuen wir uns auf die dritte Auflage im Februar 2018.

Jörg, ich danke dir für deine tollen Antworten und freue mich auch weiterhin von dir zu hören und zu sehen! Ab Mitte Juli sind meine Dienstage wieder frei und dann werde ich mich ganz sicher wieder deiner Gefolgschaft anschließen!

Ihr findet auch über You Tube einige Einblicke über die vergangenen City Night Runs – schaut doch mal rein und werdet vielleicht auch bald ein Teil der Laufgemeinschaft!

 

Dem Post einer Freundin auf deiner FB Seite kann ich nur unterschreiben:
JÖRG BEWEGT ASCHAFFENBURG!!

Sportler im Portrait: Alexander Leipold, 47- ehem. Ringer und Botschafter Deutsche Schlaganfallhilfe

Juhu, es ist soweit – seit der Entstehung meines Blogs hatte ich den Wunsch, einmal auf stayfithavefun einen meiner favorisierten regionalen Sportler interviewen zu dürfen:
Den ehem. Ringer Alex Leipold aus Karlstein/Alzenau. Ehrgeizige Menschen wie er faszinieren mich sehr und hier hat mein Interviewpartner nicht nur was das Ringen angeht, einen unendlichen Kämpfergeist vorzuweisen.

Ich hoffe euch einen kleinen Einblick in Alex´ Leben u. Herzensarbeit geben zu können. Am Ende des Interviews sind nützliche Links rund um das Thema Schlaganfall und die Charity-Arbeit; speziell für Kinder, zu finden.

 

Lieber Alex, ich freue sehr mich dass du dich bereit erklärt hast, mir für meine Rubrik Sportler im Portrait ein paar Fragen zu beantworten.

Wir hatten ja bis vor ein paar Jahren den gleichen Arbeitgeber und ich habe dich damals als Azubi gleich in meinen ersten Wochen in der Kantine erblickt und war damals schon ganz ehrfürchtig und auch stolz mit einem so erfolgreichen Sportler in einer Firma zu arbeiten.
Seitdem sind 16 Jahre vergangen, eine Zeit in der du dir als Ringer unzählige Titel wie Deutscher Meister (auch als Trainer), Sieger der Olympischen Spiele, Europa- und Weltmeister, erkämpftest. Sportlich gesehen – sind da noch Wünsche offen geblieben?

Alex:
Ich bin mit meiner sportlichen Karriere sehr zufrieden. Ich bin dankbar für jeden einzelnen Sieg, aber auch für jede Niederlage aus der ich gelernt habe.

Was wäre aus Alex Leipold geworden, wenn er keine Ringerkarriere gestartet hätte?

Alex:

Grundsätzlich bin ich natürlich froh, dass alles so ist wie es ist. Aber ich denke, ich wäre so ziemlich der gleiche Mensch wie der, der ich heute bin. Wahrscheinlich hätte ich nur nicht so viele interessante Erlebnisse gehabt und nicht so viele spannende Geschichten zu erzählen.

Das ist wohl wahr 🙂
Über deine Erfolge als Ringer wurde schon viel geschrieben, deswegen habe ich mir für dein Portrait etwas anderes überlegt.
Denn neben der Ringervergangenheit zeichnet dich deine Charity-Arbeit aus. 2013 hast du sogar für deine Leistung als sportliches Vorbild und dein großes ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen bekommen.
Herzlichen Glückwunsch dazu!

Alex:
Vielen Dank für die Glückwünsche zu meinem Bundesverdienstkreuz. Es war für mich eine große Ehre es zu erhalten und außerdem spornt es mich weiter an, mich sozial zu engagieren. Meine besondere Herzensangelegenheit ist hierbei die Kinderschlaganfallhilfe.

Auf die Zusammenarbeit mit der Kinderschlaganfallhilfe kommen wir gleich noch einmal speziell zu sprechen. Zunächst zu deiner Geschichte: 2003 haben dich 3 Schlaganfällen während deiner sportlichen Hochzeit von 100 auf 0 ausgebremst; so schwer, dass du die ganz normalen Dinge des Lebens neu erlernen musstest. Dass dir das mit Bravur gelungen ist, zeigen vor allem deine darauffolgenden sportlichen Siege nach nur 2 Jahren Rehabilitation. Dein Kämpferherz scheint riesengroß zu sein – wie hast du geschafft, den Mut nicht zu verlieren?

Alex:
Der Wille, wieder ein „normales“ Leben zu führen, hat mich angetrieben. Ich wollte selbstständig handeln können, mit meinen Kindern spielen können und natürlich wollte ich zurück auf die Matte. Diese Ziele haben mich immer wieder neu motiviert nicht aufzugeben und weiter zu kämpfen. Da ich aus Erfahrung weiß, wie steinig dieser Weg sein kann, halte ich mittlerweile auch Vorträge darüber. Damit möchte ich anderen Betroffenen neue Wege zum Ziel aufzeigen.

Neben deinen Vorträgen als Motivations-Referent hast du auch mittlerweile 3 Bücher geschrieben; das letzte mit dem Titel „Wer nicht kämpft, hat schon verloren – Glaub an dich“ ist erst kürzlich erschienen. Hat dir das Buch geholfen, die Geschehnisse zu verarbeiten?

Alex:
Ja, das Buch hat mir wirklich geholfen meine Erlebnisse zu verarbeiten. Beim Korrekturlesen sind auch viele Tränen geflossen. Es ist ein Buch das den Menschen Mut machen soll. Mut, immer wieder aufzustehen.

 

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Veranstaltung Deutsche Schlaganfallhilfe

 

Bist du so auch dazu gekommen, dich als Botschafter für die Deutsche Schlaganfallhilfe und die Kinderschlaganfallhilfe einzusetzen? Wie sieht deine Arbeit darin aus und was wird mit den Spendengeldern umgesetzt?

Alex:
Nach dem erfolgreichen Comeback kurz nach den Schlaganfällen wurde ich von der Stiftung Deutsche Schlaganfallhilfe gefragt, ob ich Botschafter werden möchte. Dieses Angebot habe ich natürlich sehr gerne angenommen. Hauptsächlich versuche ich über das Thema Schlaganfall aufzuklären. Beispielsweise über die Risiken, oder auch darüber, wie Mitmenschen einen Schlaganfall erkennen können. Denn hier zählt jede Minute. Außerdem sammele ich Spendengelder, um verschiedene Projekte zu unterstützen. So zum Beispiel das Familien Camp, ein Steckenpferd von mir. Hier werden Familien mit Schlaganfall betroffenen Kindern und deren Geschwisterkindern eingeladen. Sie werden psychologisch betreut und die Kids haben jede Menge Spaß. Vom gemeinsamen Lesen und Tanzen bis hin zu Ringen und Raufen. Im Vordergrund stehen die Freunde und der normale Umgang miteinander. Diese Kinder haben so viel Mut und Lebensenergie und es ist jedes Mal toll, dabei sein zu dürfen.

Ich finde es wirklich bemerkenswert dass du so ein Engagement zeigst und habe großen Respekt davor, vor allem weil es auch psychisch nicht leicht ist, sich mit diesen Themen zu befassen. Gerade wenn Kinder betroffen sind, die eigentlich noch ihr ganzes Leben vor sich haben sollten.

 

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mit vollem Körpereinsatz dabei beim „Familien Camp“

 

Außer der Stiftung für Deutsche Schlaganfallhilfe habe ich von weiteren Charity-Projekten die du unterstützt gelesen– erzähl mal!

Alex:
Weitere wichtige Projekte sind für mich die Tour der Hoffnung und der Verein Menschen für Kinder. Hier werden krebskranke Kinder unterstützt. Pro Jahr werden hier knapp 2 Millionen Spendengelder durch diese Aktion gesammelt.

 

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Tour der Hoffnung – mit dabei: Magdalena Neuner, Henry Maske u. Alexander Leipold

Unter den nachfolgenden Links finden Interessierte, Betroffene und Familie u. Freunde von Betroffenen Infos und Adressen, sowie die Kontaktdaten zu den Spendenkonten. Ich würde mich sehr freuen, wenn ich einen Anstoß zum Spenden geben konnte.

www.menschen-fuer-kinder.de
www.tour-der-hoffnung.de
www.schlaganfall-hilfe.de
www.respekt.tv

Vielen Dank das du dir die Zeit genommen und uns so einen persönlichen Einblick gewährt hast!

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Quellenangaben:
Titelfoto: Nicole Schreck der-fokus-liegt-auf-dir.de/
Alle anderen Bilder aus Privatbesitz von Alex Leipold.

 

Weitere Infos  über Alex findet ihr hier: www.alexander-leipold.de


„Wer nach außen schaut träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.“

Meine heutige Interviewpartnerin ist Isabell 🙂

Isabell und ich haben uns durch unseren gemeinsamen Arbeitgeber vor ca. 8 Jahren kennengelernt. Inzwischen ist einiges passiert –  Isabell ist Vollblut-Mama und nicht erst seit ihrer Elternzeit Yoga-Lehrerin mit Leidenschaft.
Auch wenn sie sich selbst nicht als klassische Sportlerin sieht, finde ich, dass sie prima in meine Portrait-Reihe passt und freue mich umso mehr, dass sie sich ohne zu zögern bereit erklärt hat, für meinen Blog ein Interview zu geben. Los geht’s 🙂

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Seit wann übst du selbst Yoga aus?  
Isabell: Das allererste Mal kam ich in 2001 mit Yoga in Berührung, als ich mir von einem Buchgutschein ein kleines Yogabuch „Das Sonnengebet“ gekauft habe und anhand dieser Anleitung das erste Mal den Sonnengruss praktizierte. Danach dauerte es einige Zeit bis ich wieder zum Yoga fand. Ich praktiziere nun schon mehr als 10 Jahre, zu Beginn im Fitness Studio, später in verschiedenen Yogastudios, aber als festen Bestandteil in meinem Leben habe ich Yoga erst im Jahr 2012 integriert als ich für 5 Monate in Australien war.

„Fremden“ etwas nahezubringen, wovon man selbst schon überzeugt ist, ist immer eine gewisse Herausforderung. Wie kam es denn dazu das du dich dazu entschieden hast, nicht mehr nur Teilnehmerin, sondern auch Lehrerin für Yoga zu sein?
Isabell: Als ich mich für die Yogalehrer-Ausbildung angemeldet habe, spielte ich schon mit dem Hintergedanken irgendwann einmal zu unterrichten, aber in erster Linie entschied ich mich dazu die Ausbildung für mich selbst zu machen. Noch kurz vor meiner Yogalehrer-Prüfung traute ich mir nicht so richtig zu regelmäßig Schüler zu unterrichten. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich eher nicht so gerne im Mittelpunkt stehe und immer höllisch aufgeregt war, wenn ich Präsentationen vor kleinen Gruppen halten musste. Ich konnte mir nicht vorstellen 90 Minuten eine Klasse zu unterrichten. Aber es kam dann letztendlich doch anders :-). Nach meiner Prüfung brauchte ich zwar erst einmal ein wenig Zeit für mich, um in mich reinzuhorchen und als frischgebackene Mama natürlich auch noch Zeit mit meinem Sohn zu verbringen. Meine Begeisterung und Liebe zum Yoga ist aber so groß, dass ich schnell begriff, dass ich dieses wunderbare Werkzeug an möglichst viele Menschen weitergeben möchte, damit auch die Menschen, die noch keine Berührung mit Yoga haben, in den Genuss davon kommen. Während meiner Ausbildung durfte ich hin und wieder Vertretungsstunden halten, was eine gute Übung für mich war und im Sommer 2015 fing ich dann langsam an meine eigenen Kurse zu halten. Ich tastete mich zuerst mit „Yoga im Park“ heran und hielt dann 1 x wöchentlich eine 90 Minuten Klasse.

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Viele schöne Kriegerinnen – Yoga im Park Schönbusch

Im Januar bekam ich nun auch die großartige Chance gemeinsam mit einer Yogafreundin das Studio „Aussenwieinnen YOGA“ in der Landingstraße in Aschaffenburg zu führen – welches für mich einen großen Schritt mit einer großen Portion MUT darstellte.

Wie kann man sich eine klassische Yoga-Ausbildung vorstellen?
Isabell: In einer klassischen Yoga-Ausbildung wird zum einen viel Theorie aber auch Praxis vermittelt. Beides verhält sich in einem ausgewogenen Gleichgewicht. Wichtige Themenbestandteil sind zum einen die Lehre und Philosophie des Yoga, die Asanas in ihrer korrekten Ausführung und Wirkung (in Theorie und Praxis), Energielehre, Anatomie, Pranayama (Atemtechniken), Meditationstechniken uvm. Unsere 200h Ausbildung ging ein knappes Jahr, jeweils 1 x wöchentlich (3h) mit zusätzlich 6 Intensiv-Wochenenden. Der Stundenaufbau teilte sich so auf, dass wir zuerst gemeinsam praktizierten, im Anschluss ayurvedisch gegessen haben (auch Nahrung ist ein wichtiger Aspekt im Yoga) und danach wurde jeweils noch 1h Theorie vermittelt. Für mich war es eine sehr fundierte, ganzheitliche Ausbildung in welchem sich die körperlichen, mentalen und spirituellen Aspekte in schöner Balance verhielten.

Im Yoga lernt man jedoch nie aus: ich bin schon wieder dabei die Yogamatten-Schulbank zu drücken. Zum einen habe ich meinen Pre-und Postnatalyogalehrer dieses Jahr absolviert und mich direkt im Anschluss entschieden meinen 300 h Yogalehrer dran zu hängen. In dieser Ausbildung geht es mehr um das Verfeinern und Vertiefen, wie zum Beispiel Personal Yoga Training 1:1 mit Entspannungs-und Massagetechniken, Yoga-Assists, Alignment & Anatomie und Yogatherapeutische Ansätze. All dieses Wissen sauge ich auf wie ein Schwamm. Für nächstes Jahr habe ich schon mein nächstes kleines Projekt im Kopf 🙂

Welchen Yoga-Stil magst du am liebsten?
Isabell: Meine Heimat und Ausbildung ist der Hatha-Yoga, welchen ich auch als festes Fundament unterrichte. Ich bediene mich aber auch gerne einmal aus anderen Stilen: Vinyasa, Jivamukti, Kundalini…(*Quelle zum Nachschlagen siehe unten)

Was dürfen deine Teilnehmer in deinen Stunden erwarten – wie würdest du deinen Stil beschreiben und welche Zielgruppe strebst du an?
Isabell: Meine Teilnehmer erwartet in meinen Stunden eine „Auszeit für sich“ – Entspannung und ein angenehmes Körpergefühl. Ich stimme meine Stunden gerne auf ein Thema ab worauf ich die Asanas (Übungen) aufbaue. Das heißt, ich halte auch gerne hin und wieder einen kleinen Theorieteil oder bespreche themenverwandte Aspekte, wenn mir aktuell ein Thema am Herzen liegt, welches ich den Schülern mit auf den Weg geben möchte. In meinen Stunden geht es mal ganz sanft, aber gerne auch einmal kraftvoller zu. Das hängt immer davon ab wie die Schüler tagesformbedingt drauf sind. Wichtig ist es mir jedoch, dass meine Schüler schnell das Bewusstsein haben, nie über ihre Grenzen hinauszugehen und ihrem Körper und vor allem ihrem inneren Wesenskern näher zu kommen – in meinen Stunden und im Leben allgemein.

Der „Yoga für Dich“ Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet – hier ist jeder herzlich willkommen. Ich habe aber auch eine besondere Zielgruppe und zwar Schwangere und frischgebackene Mamis, denn ich gebe auch 2x wöchentlich Schwangeren-Yogakurse und seit Neuestem noch einen Rückbildungs-Yogakurs. Das Ganze biete ich auch im Personal Training an.

Du hast mal nach einem deinem Australienurlaube gesagt, du möchtest versuchen, dir die Lockerheit, die dir auf deiner Backpacker-Tour so gut tat, so lange wie möglich zu bewahren. Dieser Satz kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn wir aufeinandertreffen weil ich finde, das es dir zu 100% gelungen ist. Für mich gehörst du zu den wohl entspanntesten Menschen, die ich bisher kennengelernt habe.
Hast du einen Tipp für diejenigen unter uns, die aus ihrem Schnelllebigen Alltag ebenfalls etwas Geschwindigkeit heraus nehmen wollen? Hat dir das Yoga dabei geholfen?
Isabell: Vielen Dank! Das freut mich sehr, dass Du mich so siehst 🙂 Ich würde schon sagen, dass ich eine tiefenentspannte Seele bin aber natürlich bringen mich manchmal auch Themen aus meinem Gleichgewicht. In Australien habe ich schnell gelernt, was wirklich wichtig ist im Leben: *EASY GOING*. Sich keine Gedanken über die Vergangenheit oder über die Zukunft zu machen. Das Leben im Hier und Jetzt genießen. Klar, sollte man Träume und Ziele haben, aber ich meine eher die Zukunftsgedanken über Geld, Sicherheit, „was wäre wenn-Gedanken“… Ich glaube einen Tipp, welchen ich Jedem ans Herz legen kann ist aufmerksam und bewusst durch den Tag zu gehen. Sich an kleinen Dingen zu erfreuen, die uns das Leben jeden Tag aufs Neue bietet und dafür auch dankbar zu sein. Ich glaube das haben viele von uns ein Stück weit verlernt.

Yoga hat mir auf jeden Fall dabei geholfen noch bewusster zu leben, sich rausnehmen zu können, wenn es notwendig ist und auf meinen Körper zu hören. In unserer schnelllebigen Zeit übergehen wir meist unseren Körper und nehmen die Signale, die er uns gibt nicht war bzw. leider erst wahr, wenn sich die Seele über den Körper Gehör verschafft.

In den Sommermonaten bietest du wie bereits oben erwähnt, ein besonderes Special an:
„Yoga im Park“ (Schönbusch)
Erzähl doch einmal kurz davon!
Isabell: Richtig, Yoga im Park biete ich seit vergangenem Jahr jeweils in den Sommermonaten an. Ich habe keinen festen Turnus, ich schaue einfach immer wie es für mich und für den Wettergott an diesem Tag passt. Für mich ist es einfach ein herrliches Gefühl in der freien Natur zu praktizieren. Sich einhüllen zu lassen von den Sommerdüften und den Tiergeräuschen. Ich finde es eine ganz besonders zauberhafte Praxis.

 

Wer noch Fragen an Isabell oder zu ihren Yogastunden hat, schaut am besten gleich auf ihrer liebevoll gestalteten Homepage vorbei:

http://www.happy-soul-yoga.de/

Kontakt:
isabell@happy-soul-yoga.de  oder 0151/61454588

 AKTUELLE KURSE

Montags:
19:00 – 20:15 Uhr Schwangeren-Yoga in der Hebammenpraxis Geis & Bieber-Breit

Dienstags:
10:00 – 11:00 Uhr Rückbildungs-Yoga, Aussenwieinnen Yoga,

17:30 – 18:45 Uhr Schwangeren-Yoga, Aussenwieinnen Yoga,

19:15 – 20:45 Uhr Yoga für Dich, Aussenwieinnen Yoga,

 Personal Training

 NEUE KURSE im September:

Ab 22.09.16
09:30 – 11:00 Uhr Morgen-Yoga für Dich, Aussenwieinnen Yoga, 

30.09.16 – 04.11.16 Kinderyoga

*Hier könnt ihr die verschiedenen Yogastile nachschlagen: Quelle: http://www.yogaservice.de/inhalt/welcher-yogastil-steht-mir-20090504

Lieben Dank Isabell für deine Zeit!!

 

Blau PASSIV – Blau PASSIV

Endlich ist es soweit und ich darf euch meinen 2. Sportler im Portrait präsentieren! Viel Spaß beim Lesen!

Das Ringen gehört zu einem der ältesten sportlichen Wettbewerben der Menschheit und ist bereits seit 1896 olympisch.

Heute in der Rubrik Sportler im Portrait freue ich mich euch Felix Wissel vorstellen zu dürfen. Bis zum Antritt seines Bürgermeister-Amtes in 2008 war Felix im Kader der RWG Mömbris-Königshofen als Freistil-Ringer sehr erfolgreich aktiv.
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Felix – vielen Dank, das du dich für das Interview zur Verfügung stellst! Ich brauche gar nicht nachrechnen – wir haben uns vor ziemlich genau 10 Jahren kennengelernt; da kam ich gerade ganz frisch mit meinem heutigen Mann Jürgen zusammen, der mich zu einem deiner Kämpfe der RWG mitnahm und mich dir vorstellte. Bis dahin hatte ich nur mal als kleines Mädchen einen Kampf der Goldbacher Ringer gesehen, aber was da in Mömbris in der Turnhalle abging war der absolute Wahnsinn! Du und deine Mannschaftskollegen wurden allesamt von der Halle so abgefeiert, dass auch ich als Laie jedes Mal eine Gänsehaut von der Haarwurzel bis zum kleinen Fußzeh bekam. Seitdem waren auch ich öfter bei den Heimkämpfen der RWG und habe mit der Mannschaft mitgefiebert.

Bekommt man als Sportler während des Kampfes diese Stimmung eigentlich mit?
Felix: Während eines Kampfes ist man so auf das eigentliche Ringen konzentriert, dass man die Stimmung nicht mitbekommt. Vor- und nach dem Kampf ist das natürlich anders. Eine große Anzahl an Zuschauern, tolle Stimmung – das hat mich unheimlich motiviert.

Aber jetzt erst einmal zurück zu deinen Anfängen: Wie alt warst du denn als du das erste Mal auf der Matte gestanden hast?
Felix: Ich habe recht spät mit 13 Jahren angefangen. Dies war direkt am Dienstag nachdem die RWG am Wochenende zuvor das erste Mal in einem Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft stand.

Hattest du in dem Kader ein Vorbild dem du nacheifern wolltest oder haben dich der Sport und die Stimmung während des Kampfes so begeistert, das du die Schiene auch einschlagen wolltest?
Felix: Einen speziellen Lieblingsringer hatte ich nicht. Es war eher der spannende Sport allgemein und natürlich die überwältigende Stimmung.

Wusstest du gleich, dass das Ringen nicht nur (d)ein Hobby bleiben sollte und hast bereits in jungen Jahren auf eine leistungssport-orientierte Karriere hingearbeitet?
Felix: Mein Ziel war es recht schnell, einmal Deutscher Meister zu werden und den Sprung in die Bundesligamannschaft zu schaffen. Dafür war ich auch bereit auf Vieles zu verzichten. Glücklicher Weise hatte die RWG Jugend damals sehr viel Zulauf und wir waren insgesamt eine sehr gut motivierte Truppe. Die einzelnen Ringer haben sich gegenseitig angetrieben und der Verein uns mit sehr guten Jugendtrainern ausgebildet.

Man unterscheidet beim Ringen zwischen den Stilen Griechisch-Römisch und Freistil. Kannst du in ein paar kurzen Sätzen die Unterschiede erklären und warum für dich die Wahl auf den Freistil gefallen ist?
Felix: Beim Griechisch-Römisch sind nur Griffe ab der Hüfte aufwärts erlaubt und im Freistil darf man auch Beinangriffe starten. Das ist eigentlich schon der große Unterschied.
Zu Beginn hatte ich mein Glück im Griechisch-Römisch versucht, aber dann recht schnell gemerkt, dass mein Talent eher in Richtung Freistil deutet.

Deine Stärke war immer deine Ausdauer – es ist nicht selten vorgekommen, dass du in der ersten Runde zurückgelegen hast, aber den Kampf letztendlich gedreht und durch deine Ausdauer deinen ausgepowerten Gegner in den letzten Runden in die Knie gezwungen hast. Wie bereitet man sich auf solche Kämpfe vor?
Felix: Ganz wichtig ist bereits vor einer Saison den Grundstein zu legen. Viel Ausdauertraining, viele Einheiten und ein zielgerichtetes Arbeiten. Wenn die Grundlage zu Saisonbeginn stimmt, dann kann man sich Woche für Woche auf den jeweiligen Gegner einstellen, per Video seine Stärken und Schwächen analysieren und dann gemeinsam mit dem Trainer die richtige Taktik abstimmen. Gerade wenn sich angedeutet hat, dass der Gegner konditionell Defizite hatte, war die Marschroute oft, von Anfang an hohes Tempo zu gehen.

Bei den Wettkämpfen geht es ja wie oben geschrieben heiß her. Der Fanclub unterstützt mit Trommeln, die Zuschauer johlen gefolgt von den Rufen: Blau Passiv, Blau Passiv!! Die Heimmannschaft trägt immer Rot, der Gegner Blau, soweit habe ich das verstanden – aber woher kommt das, das man mit den Rufen quasi versucht, den Schiedsrichter zu beeinflussen?
Felix: Die Zuschauer wollen natürlich mithelfen, dass die Mannschaft gewinnt. Oft sind Kämpfe ganz eng und Kleinigkeiten entscheiden über Sieg und Niederlage. Wenn zwei Kämpfer gleichwertig sind, dann entscheidet man als Neutraler sicher leichter für den Heimringer wenn eine prall gefüllte Halle diese Entscheidung lautstark einfordert.

2001 bist du Deutscher Meister im Freistil geworden! Zu dieser Zeit hast du vermutlich im Fitness-Studio gewohnt? 😉
Felix: Zu dieser Zeit habe ich in Hof studiert. Für Ringer ein guter Standort. In Hof gibt es einen guten Ringerverein und der damalige Bundesligaverein Markneukirchen mit mehreren Weltklasse Trainingspartnern war nur etwa 30 KM weg. Zudem fand die Deutsche Meisterschaft in Hof statt und ich hatte quasi Heimkampf! Aber einige Studienkollegen haben sich schon gewundert, wenn ich jeden Abend zum Training gefahren bin.

Seit 2008 bist du jetzt schon als Bürgermeister in Mömbris tätig und hast kurz vor deinem Amtsantritt deinen Rücktritt als Ringer angekündigt. Das ist mittlerweile 8 Jahre her in der du inzwischen auch Papa geworden bist. Wie bist du anfangs ohne den Trainingsalltag klargekommen? Ich kann mir vorstellen, dass es erst einmal sehr ungewohnt war?
Felix: Schlimm war es, als unsere Mannschaft das erste Mal ohne mich eingelaufen ist. Da ist mir endgültig bewusst geworden, dass das Kapitel beendet ist.

Aber insgesamt ist mir der Umstieg nicht allzu schwer gefallen. Im Ringertraining war ich fortan nur noch selten, aber dafür habe ich noch ein paar Jahre Fußball gespielt, gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und seit ca. 3 Jahren gehe ich auch sehr gerne laufen. Sport als Ausgleich zum Beruf finde ich wichtig.

Leider hat es bei der RWG trotz vieler spannender Kämpfe in den letzten Jahren „nur“, dafür mehrfach bis zur Vize-Meisterschaft gereicht. Nun wurde der Rückzug aus der Bundesliga beschlossen und es beginnen die Arbeiten mit einem jungen neuen Kader in der Oberliga Hessen. Gibt es einen Ratschlag den du (diesen) jungen Ringern mitgeben würdest?
Felix: Immer weiter kämpfen, nicht aufgeben. Auch ich habe als ganz junger Ringer in der Oberliga viele Niederlagen einstecken müssen. Wichtig ist, aus Niederlagen zu lernen, die Fehler abzustellen und dann ist die Zeit immer der Freund von jungen ehrgeizigen Athleten.

Felix, ich danke dir für deine Zeit und die Schnappschüsse aus deiner aktiven Zeit die du mir zur Verfügung gestellt hast!

Weitere Infos zu Felix´ damaligen Verein der RWG findet ihr unter:
www.kahlgrund-ringer.com


Wie immer noch zum Schluss etwas zum Klugscheißen:
Wusstet ihr, dass die Athleten in der frühen Antike NACKT zum Ringkampf angetreten sind? 🙂 Sie wurden auch nicht wie heute in Gewichtsklassen aufgeteilt und wer seinen Gegner 3 Mal zu Boden warf, hatte gewonnen.

 

Ju Jutsu – die sanfte Kunst der Selbstverteidigung

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Heute möchte ich euch Alex, einen guten Freund von mir vorstellen: Alex ist 43 und wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Mädchen in Stockstadt am Main. Wir haben uns vor 4 Jahren kennengelernt, als wir unseren Übungsleiterschein gemacht haben. Wir halten seitdem den Kontakt und uns verbindet die Liebe zum Sport. Alex übt eine nicht alltägliche Sportart, oder  vielmehr eine Kampfkunst, die er auch selbst unterrichtet:    JuJutsu2Ju Jutsu (übersetzt) „sanfte Kunst“. Diese Selbstverteidigungs-Techniken stehen beispielsweise bei unserer Polizei ganz oben auf dem Stundenplan. Diese sind Bestandteil der Ausbildung. Denn das Ziel hier liegt dabei, sich ohne aktiven Angriff mit möglichst wenig Krafteinsatz, Best möglichst zu schützen und zu verteidigen.

Alle Techniken können je nach Situation und Notwendigkeit sowohl in sehr harter Form als auch relativ sanft angewendet werden.

Dies ermöglicht dem Verteidiger stets die Möglichkeit, sich im Rahmen der gesetzlichen geforderten Verhältnismäßigkeit zu bewegen.

Erst vor kurzem habe ich an Alex´ neuen „Selbstverteidigungskurs für Frauen“ teilgenommen. Wir haben nicht schlecht gestaunt, mit welchen einfachen, aber effektiven Methoden Frau sich ohne Kraftaufwand verteidigen kann. Selbstverständlich kam auch der Spaß in seiner Stunde nicht zu kurz!

Alex – ich freue mich sehr, dass du den Auftakt meiner Rubrik „Sportler im Portrait“ machst und du dich meinen Fragen stellst, um uns dein Hobby und den Verein TG (Turngemeinde) Stockstadt (Main) vorzustellen.

Es gibt eine nahezu endlose Vielzahl an Sportarten – wie bist du ausgerechnet darauf gekommen, Ju Jutsu zu erlernen? Gab es ein Schlüsselerlebnis in deinem Leben?
ALEX: Ein Schlüsselerlebnis gab es keins, der Kampfsport hat mich schon immer fasziniert. Als ich von Ju Jutsu gehört habe und mich darüber informiert habe was die Elemente der Kampfkunst sind, war ich sehr beeindruckt.

Ju Jutsu setzt sich aus 3 Kampfsport Richtungen zusammen

JUDO – KARATE – AIKIDO  Aus diesem drei Kampfsportarten hat die Polizei Deutschland eine neue Kampfsport Art kreiert, die jeder Situation im alltäglichen Job des Polizisten standhält.

Diese Vielseitigkeit von Ju Jutsu hat mich schließlich dann überzeugt.
Ich wollte etwas Lernen, das mich in die Lage versetzen kann, mich in jeder erdenklichen Situation verteidigen zu können. Dazu zählt die Verteidigung im

–    Nahkampf
–    Bodenkampf
–    Waffen (Stock und Messer so wie Pistole)

Ich übe diesen Sport jetzt schon 10 Jahre aus und habe immer noch Spaß daran.

Du hast den schwarzen Gürtel. Wie viele Farben gibt es noch und was bedeuten sie?
ALEX: Ja ich habe den Meistergrad 1.DAN um den Meistergrad zu bekommen sind 5 Gürtel Prüfungen notwendig. Zu Beginn startet man mit dem Weißen Gürtel, den es zum Anzug dazu gibt. Durch das Erlernen der Kampfkunst und das Üben der Abläufe verbessert sich die Fähigkeit des erlernten. Diese Fähigkeiten werden an Hand von Gürtelprüfungen unter Beweis gestellt. Die jeweilige Zeit bis zu einer Prüfung hängt natürlich von Schüler ab. Es gibt aber Richtlinien für die zeitabstände der jeweiligen Gürtelprüfung  

  • Gelb ( nach einem ½ Jahr möglich )
  • Orange ( nach einem Jahr möglich )
  • Grün  ( nach 1 -2 Jahren möglich )  
  • Blau  ( nach 2 Jahren möglich )
  • Braun ( nach 2 Jahren möglich )
  • Final dann Schwarz ( nach 2 -3 Jahren möglich )

Wenn die Entscheidung getroffen wurde Ju Jutsu zu erlernen sollte man sich auf 10 Jahre einstellen bis der Meistergrad erreicht wird.

Seit wann unterrichtest du Ju Jutsu selbst?
ALEX: Ich unterrichte Ju Jutsu seit 4 Jahren Erwachsene sowie Kinder.
Um eine hohe Qualität zu gewährleisten habe ich Spielziel für Frauen die Kursleiterlizenz Frauenselbstverteidigung, Methodik und Didaktik , Prävention ,Selbstbehauptung
Anatomie und Physiologie gemacht.

Du hast ja neben dem „Selbstverteidungskurs für Frauen“ jetzt auch begonnen, schon die Kleinsten zu unterrichten. Wie kommen die Kurse an?
ALEX: Wir haben seit Januar 2016 mit der Kinderabteilung begonnen. Die Resonanz ist sehr groß, wir haben jetzt inzwischen 30 Kinder die in Ju Jutsu unterrichtet werden.
Das Training findet i
mmer Mittwochs von 17.15 – 18.15 Uhr statt.

Gibt es schon Projekte für die Zukunft?
ALEX: Wir werden nächstes Jahr einen Landeslehrgang in Stockstadt veranstalten, zu erwarten sind dann bis 100 Mann.
Das Ziel ist alle spaten anbieten zu können 

  • Erwachsenen Training 
  • Kinder Training JuKids 
  • Frauen Selbstverteidigung 

und das immer mit einer bestmöglichen Qualität
Wir haben dazu ein 5 Köpfiges Team von Kampfsport Meistern und Pädagogen.

AmpelsystemIn eurem Trainingsraum habe ich an der Wand das sogenannte  „Ampelsystem“ hängen gesehen. Was hat es zu bedeuten?
ALEX: Die drei Farben geben die drei Stufen der der möglichen bzw. notwendigen Verteidigung wieder.
GRÜN beinhaltet den gesamten Bereich der Prävention.
GELB den Bereich der Selbstbehauptung und
ROT den Bereich der Selbstverteidigung, der das zuletzt eingesetzte Mittel definiert.

Im Idealfall sollte dieser Bereich nie betreten werden müssen.  

Vielen Dank für das tolle Interview! Wer jetzt Lust bekommen hat, Ju Jutsu einmal selbst auszuprobieren, kann sich unter www.tg-stockstadt.de sämtliche Informationen herausziehen und sich einfach mal zum Schnuppern bei Alex ankündigen. Kontakt: 06027-70851 Mobil: 01727535761 email: ranavolo@gmail.com

Hier die Trainingszeiten auf einen Blick:

Anfänger Training
Montags von 19.30 – 21.00 Uhr
Fortgeschrittene
Donnerstags von 19:30 – 21:00 Uhr
Kinder ab 6 Jahren
Mittwochs von 17:15 – 18:15 Uhr

Jetzt noch einige Eindrücke rund um eine Trainingsstunde bei Alex 🙂

 ….und noch ein paar Schnappschüsse in Aktion

 Übrigens – wenn ihr mal Klugscheißen wollt: denkt ihr, dass es etwas über den Grad der Ausbildung aussagt, ob jemand einen weißen Anzug oder einen Schwarzen trägt?

Nein – jedoch ist es bei der Gürtel-Prüfung vorgeschrieben, ausschließlich im Weißen Anzug anzutreten. Wenn also jemand im Training Schwarz trägt, muss er für seinen Prüfungstag noch einen zusätzlichen Weißen Anzug im Schrank haben.