Sportlerin im Portrait: Julia – ROPE SKIPPING

Wie heißt es so schön – „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ …

Tadaaa –  ich habe endlich wieder jemanden gefunden, der bzw. DIE perfekt in meine Reihe „Sportler(in) im Portrait“ passt. Und zwar meine liebe Arbeitskollegin Julia.

Wir arbeiten noch nicht allzu lange zusammen und erst vor einigen Tagen hat mir Julia von einem ihrer Hobbies erzählt. Dem Rope Skipping! Ich war sofort Feuer und Flamme, darüber in meinem Blog zu berichten und freue mich daher ganz besonders das Julia auch zugestimmt hat, sich meinen Fragen zu stellen und erzählen wird, was für sie den Reiz am Rope Skipping ausmacht.

Foto zu SFHF_54_Sportlerin im Portrait Julia Rope Skipping

Julia – toll das du uns dein Hobbie einmal vorstellen möchtest – ich bin schon sehr gespannt!

Meine Einstiegs-Frage zuerst: 
Wie bist du zum Rope Skipping gekommen und wie lange bist du schon dabei? Erzähl mal! 

Vorerst einmal Danke an Dich, dass ich etwas über meinen Sport erzählen darf, da wahrscheinlich viele von euch den Begriff „Rope Skipping“ noch nie oder noch nicht allzu oft gehört haben. Zu meinem Sport gekommen bin ich durch eine alte Freundin, die den Sport in dieser Zeit ausübte und die Gruppe neue Mitglieder suchte. Da ich sowieso auf der Suche nach einer neuen Sportart war, dachte ich mir: „Warum denn eigentlich nicht?“ und habe mir das Ganze mal angeschaut. Lange Rede kurzer Sinn: mittlerweile bin ich seit 11 Jahren in meiner Gruppe vertreten.

Wow, das ist echt eine lange Zeit! 

Was muss man sich denn unter Rope Skipping vorstellen? Und wo ist der Unterschied zum „normalen Seilspringen“, was die meisten sicher noch aus ihrer Kindheit kennen? 

In wirklich jeder Vorstellungsrunde, sei es in der Schule oder in meiner Ausbildungszeit kam grundsätzlich die Reaktion: „Hä, was ist denn Rope Skipping? Noch nie gehört.“ Ich übersetze dies allerdings nicht gerne mit Seilspringen, weil viele dann an ihre Grundschulzeit zurückdenken: einmal überkreuz, paar Mal hin und her springen, das war´s? Leider falsch gedacht. Rope Skipping ist eine Kombination aus verschiedenen Sprüngen, sei es einfach, doppelt, überkreuz und und und, welche mit akrobatischen Elementen verbunden werden können. Wie meine Trainerin immer so schön sagt: „Es gibt eigentlich nichts, was man nicht mit dem Seil ausprobieren kann.“

Springt ihr dabei mir einem „gewöhnlichen“ Seil oder gibt es dafür spezielle Materialien die besonders gut geeignet sind?

Je nach Können und Disziplin unterscheiden wir verschiedene Seiltypen:

Gestartet wird mit dem normalen Gummiseil, dass sicherlich jeder aus dem Sportunterricht kennt. Beherrscht man die grundlegenden Sprünge erhält man ein Long-Handle. Mit diesem lassen sich kompliziertere Sprünge leichter bewältigen. Neben den normalen Gummiseilen gibt es noch die Beaded Ropes. Diese sind mit Plastikröhrchen bestückt, was das Springen anstrengender gestaltet. Sie eignen sich durch die verschiedenen Farben und das laute „Klackern“ sehr gut für Auftritte. Für die schon erwähnten Speed-Disziplinen gibt es für die Fortgeschrittenen die sogenannten Speed Ropes, auch Drahtseile genannt. Diese sind sehr leicht und sollten auch erst benutzt werden, wenn man ein bestimmtes „Level“ erreicht hat.

 


Um hier mal ein Beispiel zu nennen: der deutsche Rekord liegt im Speed mit Drahtseil in 30 Sekunden Jogg-Step (auf der Stelle laufen) bei 105. Hierbei wird nur der rechte Fuß gezählt, d.h. es handelt sich um 210 Seilschläge in 30 Sekunden. Zu guter Letzt gibt es natürlich auch noch die Stoffseile. Diese gibt es in verschiedenen Längen, welche gut geeignet sind, um mit mehreren Personen im Seil zu springen.

Bild 7 zu SFHF_54_Sportlerin im Portrait Julia Rope Skipping

Trainierst du im Verein?

Ja, Rope Skipping wird vom Turnverein in Großostheim mit der für mich besten Trainerin 🙂 Eileen Matthews angeboten.

http://www.tv-grossostheim.de/Sportgruppe/Rope-Skipping

Über das Kompliment wird sie sich jetzt aber freuen! 🙂

Nehmt ihr auch an Wettkämpfen teil?

Ja, wir nehmen grundsätzlich mindestens 1 Mal im Jahr an einer Gaueinzelmeisterschaft teil, die auch die Qualifikation für die hessischen Meisterschaften beinhaltet.

Hierbei gibt es verschiedene Disziplinen: Grob gesagt wird unterschieden zwischen Speed (Schnelligkeit, wird von allen in verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgeführt), der Composory (Kombination für die Einsteiger) und dem Freestyle (selbst ausgedachte Performance mit Musik).

Auch bei der vom TVG ausgerichteten Sportgala „Move It“ waren wir bis jetzt immer vertreten.

Das klingt toll und nach sehr viel Spaß!

Foto 1 zu SFHF_54_Sportlerin im Portrait Julia Rope Skipping

Foto 2 zu SFHF_54_Sportlerin im Portrait Julia Rope Skipping

Jetzt hast du mich wahnsinnig neugierig gemacht – Zeit, sich das Rope Skipping mal anzuschauen!  

Ein aktuelles Video meiner Gruppe habe ich leider nicht vorrätig. Allerdings habe ich einen Link zum Auftritt der deutschen Mannschaft bei der WM in Hongkong 2014 gefunden. Ich finde diese Gruppe hat in Ihren verschiedenen Darbietungen einen guten, kurzen Einblick in die Welt des Rope Skippings gegeben.

 Quelle: YouTube

Wenn Julia euer Interesse geweckt hat, dann erkundigt euch doch mal bei der von ihr angegebenen Adresse oder schreibt mich an, dann kann ich gerne den Kontakt zu ihr herstellen.

 Vielen Dank Julia das du uns einen Einblick in deinen Lieblingssport gewährt hast! 


Hier noch wie immer am Ende etwas zum Klugscheißen: 

Seilspringen geht mächtig an die Kondition und als Ungeübter wirst du vermutlich ziemlich schnell ins Schwitzen kommen. Das ist auch der Grund, warum du mit dem Seilspringen bis zu 250 Kalorien in 15 Minuten verbrennen kannst.
Auch wenn sich Seilspringen also vielleicht leicht anhören mag, ist es eine anstrengende Sportart, die viel Ausdauer, Konzentration und Koordination voraussetzt und dich ordentlich fordern wird.


!!!Sportler aufgepasst!!!
Übst auch du einen interessanten, speziellen, seltenen oder gar kuriosen Sport aus und möchtest meinen Blog dafür nutzen, um ihn etwas bekannter zu machen oder einfach zu unterhalten – dann schreibe mir auf „blog.stayfithavefun@gmail.com“

 

 

 

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