ERSTE HILFE zu WASSER und zu LAND

Juhu – ich habe die Erneuerug meines Rettungsschwimmerscheins hinter mir und warte nun nur noch darauf das mir meine silberne Nadel samt Urkunde zugeschickt wird.

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Neben dem praktischen Part an Aufgaben gibt es auch immer noch den theoretische Teil: Z.B. Baderegeln, was kann wo passieren – im Schwimmbad, an Seen, im Meer – wie helfe ich und was muss ich selbst als Helfer beachten um nicht auch mich selbst in (Lebens)Gefahr zu bringen. Welche Gefahren gilt es zu beachten, z. B. im Meer, in Flüssen (Wehre, Strudel usw.) Wie hole ich einen in Not geratenen Menschen aus dem Wasser und wie verhalte ich mich an Land?  Ich bin ja zugegebenermaßen ein Schisser – schon vor 3 Jahren hatte ich nach der Theoriestunde richtig angst wieder ins Meer zu gehen. Ist wahrscheinlich übertrieben und lässt zum Glück auch rel. schnell wieder nach, aber eine gesunde Portion Respekt sollte jeder vor dem Element Wasser haben.

Es gibt einfach viele Dinge, über die man sich nicht zwangsläufig Gedanken macht. Z.B. wäre ich früher vermutlich einfach ohne zu überlegen ins Wasser gesprungen, wenn jemand um Hilfe gerufen hätte. Das aber ein Mensch, der todesangt hat und voller Panik ist, einen – auch wenn man sein Lebensretter ist – packt, sich an ihm festkrallt und den Retter damit in Lebensgefahr bringt, hätte ich nicht vermutet. Man denkt ja „der freut sich doch, das Hilfe kommt“ Naja jedenfalls gibt es hierfür 2 Befreiungsgriffe, mit denen man sich aus den „gängigen“ Umklammerungen lösen kann. Das muss man üben und man darf keine Panik bekommen, wenn man unter Wasser gedrückt wird und erst einmal keine Luft bekommt. Allerdings muss man auch dazu sagen – das das Erste Gebot ist, genau solch eine Situation zu vermeiden. Niemals sollte man ohne „Vorwarnung“ auf den „Rettling“ zuschwimmen – immer erst ansprechen, zurufen usw., und versuchen mit Hilfsmitteln wie einem Schwimmbrett, Rettungsring, Rettungsstange, einem Boot und und und an die Person heranzukommen. Und sogar zum Wegstoßen wird einem geraten, sollte sich die Situation andeuten, das der Rettling in Panik weiter um sich schlägt und einen packen möchte. Es klingt krass, aber man soll manchmal warten – je nach Situation ganz klar – bis dessen Kraft nachlässt und sich dann von hinten nähern und den Rettungsgriff anwenden um denjenigen abzuschleppen. Auch bei den Rettungsgriffen gibt es mehrere Varianten.  Auch diese übt man für den Schein und natürlich auch im Training bei der Wasserwachht.

So und jetzt ganz ehrlich  wer hätte in einer Situation, in der Sekunden entscheiden, soweit gedacht?

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Es gibt zahlreicher solcher Kleinigkeiten, die eigentlich logisch sind, aber ich finde, man muss sie sich immer mal wieder ins Gedächtnis zurückrufen. Und was ich noch viel wichtiger fände, das neben den Rettungsschwimmer & Schwimmmeistern auch „Normalos“ Lehrgänge zur Rettung besuchen müssten. Wenn wir überlegen, wie oft wir im Sommer im Schwimmbad oder am See oder im Urlaub am Meer liegen, kann es genauso oft zu solch einer Notsituation kommen, wie wenn ich Auto fahre u. vielleicht mal zu einem Unfall hinzukomme. Und hier muss ja auch theoretisch jeder einen 1. Hilfe Kurs besucht haben. Am Wasser verlässt sich komischerweise jeder auf die Badeaufsicht. Kann doch irgendwie nicht sein oder?

Meiner Meinung nach sollte es auch ein Schulfach geben, in dem genau diese Themen behandelt werden – 1. Hilfe – egal ob zu Wasser oder an Land. Und nicht erst wenn es Zeit ist für den Führerschein sondern am besten 1x im Jahr oder von mir aus sogar ganzjährig. Genug Schulungsbedarf gibt es allemal. Und das Entscheidende in einer Notsituation richtig zu reagieren ist die Routine. Und mit Notsituation meine ich auch, in der eigenen Notlage richtig handeln zu können. Sich selbst aus Gefahren zu „Befreien“ – denn den Befreiungsgriff im Wasser gibt es auch im Ju Jutsu (siehe älterer Bericht – Interview Alex Ranavolo).

Das auch diese 1. Hilfe Kurse nur für Fahranfänger und gewisse Berufsgruppen vorgeschrieben sind, geht mir auch nicht in den Kopf. Was ist denn, wenn jemand kein Geld für den Führerschein und ein Auto hat – oder er in der Stadt wohnt und deshalb kein Auto braucht – derjenige wird vermutlich NIEMALS an einem 1. Hilfe Kurs teilnehmen. Und ganz ehrlich – ich habe Angst, das mir einmal etwas passiert und genau SO jemand dann die erste oder einzige Person in meiner Nähe ist. Und am Ende macht er noch ein Handyvideo. Oder aufs Wasser bezogen – er kann nicht schwimmen….

Auf der Homepage des  DLRG sind jetzt zur Sommerzeit direkt auf der Startseite die Baderegeln zu finden. Zumindest diese sollte schon jedes Kind kennen.

https://www.dlrg.de/informieren/regeln/baderegeln.html


Man findet dort  unendliche viele nützlichen Infos zur Wasserrettung.

Hier noch 2 Beispiele:

DLRG 2

DLRG 3

Wer jetzt Interesse bekommen hat, den Rettungsschwimmerschein zu machen, der kann sich z.B. auch eine kostenlose App runterladen: DLRG Prüfungsquiz

Man wählt aus zu welchem Schein man Fragen gestellt haben möchte, ob man Prüfungsbögen oder offene Fragen gestellt haben möchte. Keine Angst, man muss bei einem Schein keine schriftliche Prüfung ablegen, aber die Übung mit der App finde ich toll um sein Wissen einfach abzufragen.

Hier ein paar Auszüge aus der App:

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Auch wenn man nicht vor hat einen Schein zu machen – ich finde die Fragen wirklich super – und wie gesagt ist es doch für jeden von uns nützlich, gewisse Dinge über die Fremd- und Eigenrettung zu wissen.

Viel Vergnügen beim Quizen 😀

Quelle: http://www.DLRG.de

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