„Wer nach außen schaut träumt. Wer nach innen schaut, erwacht.“

Meine heutige Interviewpartnerin ist Isabell 🙂

Isabell und ich haben uns durch unseren gemeinsamen Arbeitgeber vor ca. 8 Jahren kennengelernt. Inzwischen ist einiges passiert –  Isabell ist Vollblut-Mama und nicht erst seit ihrer Elternzeit Yoga-Lehrerin mit Leidenschaft.
Auch wenn sie sich selbst nicht als klassische Sportlerin sieht, finde ich, dass sie prima in meine Portrait-Reihe passt und freue mich umso mehr, dass sie sich ohne zu zögern bereit erklärt hat, für meinen Blog ein Interview zu geben. Los geht’s 🙂

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Seit wann übst du selbst Yoga aus?  
Isabell: Das allererste Mal kam ich in 2001 mit Yoga in Berührung, als ich mir von einem Buchgutschein ein kleines Yogabuch „Das Sonnengebet“ gekauft habe und anhand dieser Anleitung das erste Mal den Sonnengruss praktizierte. Danach dauerte es einige Zeit bis ich wieder zum Yoga fand. Ich praktiziere nun schon mehr als 10 Jahre, zu Beginn im Fitness Studio, später in verschiedenen Yogastudios, aber als festen Bestandteil in meinem Leben habe ich Yoga erst im Jahr 2012 integriert als ich für 5 Monate in Australien war.

„Fremden“ etwas nahezubringen, wovon man selbst schon überzeugt ist, ist immer eine gewisse Herausforderung. Wie kam es denn dazu das du dich dazu entschieden hast, nicht mehr nur Teilnehmerin, sondern auch Lehrerin für Yoga zu sein?
Isabell: Als ich mich für die Yogalehrer-Ausbildung angemeldet habe, spielte ich schon mit dem Hintergedanken irgendwann einmal zu unterrichten, aber in erster Linie entschied ich mich dazu die Ausbildung für mich selbst zu machen. Noch kurz vor meiner Yogalehrer-Prüfung traute ich mir nicht so richtig zu regelmäßig Schüler zu unterrichten. Ich muss dazu sagen, dass ich eigentlich eher nicht so gerne im Mittelpunkt stehe und immer höllisch aufgeregt war, wenn ich Präsentationen vor kleinen Gruppen halten musste. Ich konnte mir nicht vorstellen 90 Minuten eine Klasse zu unterrichten. Aber es kam dann letztendlich doch anders :-). Nach meiner Prüfung brauchte ich zwar erst einmal ein wenig Zeit für mich, um in mich reinzuhorchen und als frischgebackene Mama natürlich auch noch Zeit mit meinem Sohn zu verbringen. Meine Begeisterung und Liebe zum Yoga ist aber so groß, dass ich schnell begriff, dass ich dieses wunderbare Werkzeug an möglichst viele Menschen weitergeben möchte, damit auch die Menschen, die noch keine Berührung mit Yoga haben, in den Genuss davon kommen. Während meiner Ausbildung durfte ich hin und wieder Vertretungsstunden halten, was eine gute Übung für mich war und im Sommer 2015 fing ich dann langsam an meine eigenen Kurse zu halten. Ich tastete mich zuerst mit „Yoga im Park“ heran und hielt dann 1 x wöchentlich eine 90 Minuten Klasse.

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Viele schöne Kriegerinnen – Yoga im Park Schönbusch

Im Januar bekam ich nun auch die großartige Chance gemeinsam mit einer Yogafreundin das Studio „Aussenwieinnen YOGA“ in der Landingstraße in Aschaffenburg zu führen – welches für mich einen großen Schritt mit einer großen Portion MUT darstellte.

Wie kann man sich eine klassische Yoga-Ausbildung vorstellen?
Isabell: In einer klassischen Yoga-Ausbildung wird zum einen viel Theorie aber auch Praxis vermittelt. Beides verhält sich in einem ausgewogenen Gleichgewicht. Wichtige Themenbestandteil sind zum einen die Lehre und Philosophie des Yoga, die Asanas in ihrer korrekten Ausführung und Wirkung (in Theorie und Praxis), Energielehre, Anatomie, Pranayama (Atemtechniken), Meditationstechniken uvm. Unsere 200h Ausbildung ging ein knappes Jahr, jeweils 1 x wöchentlich (3h) mit zusätzlich 6 Intensiv-Wochenenden. Der Stundenaufbau teilte sich so auf, dass wir zuerst gemeinsam praktizierten, im Anschluss ayurvedisch gegessen haben (auch Nahrung ist ein wichtiger Aspekt im Yoga) und danach wurde jeweils noch 1h Theorie vermittelt. Für mich war es eine sehr fundierte, ganzheitliche Ausbildung in welchem sich die körperlichen, mentalen und spirituellen Aspekte in schöner Balance verhielten.

Im Yoga lernt man jedoch nie aus: ich bin schon wieder dabei die Yogamatten-Schulbank zu drücken. Zum einen habe ich meinen Pre-und Postnatalyogalehrer dieses Jahr absolviert und mich direkt im Anschluss entschieden meinen 300 h Yogalehrer dran zu hängen. In dieser Ausbildung geht es mehr um das Verfeinern und Vertiefen, wie zum Beispiel Personal Yoga Training 1:1 mit Entspannungs-und Massagetechniken, Yoga-Assists, Alignment & Anatomie und Yogatherapeutische Ansätze. All dieses Wissen sauge ich auf wie ein Schwamm. Für nächstes Jahr habe ich schon mein nächstes kleines Projekt im Kopf 🙂

Welchen Yoga-Stil magst du am liebsten?
Isabell: Meine Heimat und Ausbildung ist der Hatha-Yoga, welchen ich auch als festes Fundament unterrichte. Ich bediene mich aber auch gerne einmal aus anderen Stilen: Vinyasa, Jivamukti, Kundalini…(*Quelle zum Nachschlagen siehe unten)

Was dürfen deine Teilnehmer in deinen Stunden erwarten – wie würdest du deinen Stil beschreiben und welche Zielgruppe strebst du an?
Isabell: Meine Teilnehmer erwartet in meinen Stunden eine „Auszeit für sich“ – Entspannung und ein angenehmes Körpergefühl. Ich stimme meine Stunden gerne auf ein Thema ab worauf ich die Asanas (Übungen) aufbaue. Das heißt, ich halte auch gerne hin und wieder einen kleinen Theorieteil oder bespreche themenverwandte Aspekte, wenn mir aktuell ein Thema am Herzen liegt, welches ich den Schülern mit auf den Weg geben möchte. In meinen Stunden geht es mal ganz sanft, aber gerne auch einmal kraftvoller zu. Das hängt immer davon ab wie die Schüler tagesformbedingt drauf sind. Wichtig ist es mir jedoch, dass meine Schüler schnell das Bewusstsein haben, nie über ihre Grenzen hinauszugehen und ihrem Körper und vor allem ihrem inneren Wesenskern näher zu kommen – in meinen Stunden und im Leben allgemein.

Der „Yoga für Dich“ Kurs ist für Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet – hier ist jeder herzlich willkommen. Ich habe aber auch eine besondere Zielgruppe und zwar Schwangere und frischgebackene Mamis, denn ich gebe auch 2x wöchentlich Schwangeren-Yogakurse und seit Neuestem noch einen Rückbildungs-Yogakurs. Das Ganze biete ich auch im Personal Training an.

Du hast mal nach einem deinem Australienurlaube gesagt, du möchtest versuchen, dir die Lockerheit, die dir auf deiner Backpacker-Tour so gut tat, so lange wie möglich zu bewahren. Dieser Satz kommt mir immer wieder in den Sinn, wenn wir aufeinandertreffen weil ich finde, das es dir zu 100% gelungen ist. Für mich gehörst du zu den wohl entspanntesten Menschen, die ich bisher kennengelernt habe.
Hast du einen Tipp für diejenigen unter uns, die aus ihrem Schnelllebigen Alltag ebenfalls etwas Geschwindigkeit heraus nehmen wollen? Hat dir das Yoga dabei geholfen?
Isabell: Vielen Dank! Das freut mich sehr, dass Du mich so siehst 🙂 Ich würde schon sagen, dass ich eine tiefenentspannte Seele bin aber natürlich bringen mich manchmal auch Themen aus meinem Gleichgewicht. In Australien habe ich schnell gelernt, was wirklich wichtig ist im Leben: *EASY GOING*. Sich keine Gedanken über die Vergangenheit oder über die Zukunft zu machen. Das Leben im Hier und Jetzt genießen. Klar, sollte man Träume und Ziele haben, aber ich meine eher die Zukunftsgedanken über Geld, Sicherheit, „was wäre wenn-Gedanken“… Ich glaube einen Tipp, welchen ich Jedem ans Herz legen kann ist aufmerksam und bewusst durch den Tag zu gehen. Sich an kleinen Dingen zu erfreuen, die uns das Leben jeden Tag aufs Neue bietet und dafür auch dankbar zu sein. Ich glaube das haben viele von uns ein Stück weit verlernt.

Yoga hat mir auf jeden Fall dabei geholfen noch bewusster zu leben, sich rausnehmen zu können, wenn es notwendig ist und auf meinen Körper zu hören. In unserer schnelllebigen Zeit übergehen wir meist unseren Körper und nehmen die Signale, die er uns gibt nicht war bzw. leider erst wahr, wenn sich die Seele über den Körper Gehör verschafft.

In den Sommermonaten bietest du wie bereits oben erwähnt, ein besonderes Special an:
„Yoga im Park“ (Schönbusch)
Erzähl doch einmal kurz davon!
Isabell: Richtig, Yoga im Park biete ich seit vergangenem Jahr jeweils in den Sommermonaten an. Ich habe keinen festen Turnus, ich schaue einfach immer wie es für mich und für den Wettergott an diesem Tag passt. Für mich ist es einfach ein herrliches Gefühl in der freien Natur zu praktizieren. Sich einhüllen zu lassen von den Sommerdüften und den Tiergeräuschen. Ich finde es eine ganz besonders zauberhafte Praxis.

 

Wer noch Fragen an Isabell oder zu ihren Yogastunden hat, schaut am besten gleich auf ihrer liebevoll gestalteten Homepage vorbei:

http://www.happy-soul-yoga.de/

Kontakt:
isabell@happy-soul-yoga.de  oder 0151/61454588

 AKTUELLE KURSE

Montags:
19:00 – 20:15 Uhr Schwangeren-Yoga in der Hebammenpraxis Geis & Bieber-Breit

Dienstags:
10:00 – 11:00 Uhr Rückbildungs-Yoga, Aussenwieinnen Yoga,

17:30 – 18:45 Uhr Schwangeren-Yoga, Aussenwieinnen Yoga,

19:15 – 20:45 Uhr Yoga für Dich, Aussenwieinnen Yoga,

 Personal Training

 NEUE KURSE im September:

Ab 22.09.16
09:30 – 11:00 Uhr Morgen-Yoga für Dich, Aussenwieinnen Yoga, 

30.09.16 – 04.11.16 Kinderyoga

*Hier könnt ihr die verschiedenen Yogastile nachschlagen: Quelle: http://www.yogaservice.de/inhalt/welcher-yogastil-steht-mir-20090504

Lieben Dank Isabell für deine Zeit!!

 

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