Blau PASSIV – Blau PASSIV

Endlich ist es soweit und ich darf euch meinen 2. Sportler im Portrait präsentieren! Viel Spaß beim Lesen!

Das Ringen gehört zu einem der ältesten sportlichen Wettbewerben der Menschheit und ist bereits seit 1896 olympisch.

Heute in der Rubrik Sportler im Portrait freue ich mich euch Felix Wissel vorstellen zu dürfen. Bis zum Antritt seines Bürgermeister-Amtes in 2008 war Felix im Kader der RWG Mömbris-Königshofen als Freistil-Ringer sehr erfolgreich aktiv.
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Felix – vielen Dank, das du dich für das Interview zur Verfügung stellst! Ich brauche gar nicht nachrechnen – wir haben uns vor ziemlich genau 10 Jahren kennengelernt; da kam ich gerade ganz frisch mit meinem heutigen Mann Jürgen zusammen, der mich zu einem deiner Kämpfe der RWG mitnahm und mich dir vorstellte. Bis dahin hatte ich nur mal als kleines Mädchen einen Kampf der Goldbacher Ringer gesehen, aber was da in Mömbris in der Turnhalle abging war der absolute Wahnsinn! Du und deine Mannschaftskollegen wurden allesamt von der Halle so abgefeiert, dass auch ich als Laie jedes Mal eine Gänsehaut von der Haarwurzel bis zum kleinen Fußzeh bekam. Seitdem waren auch ich öfter bei den Heimkämpfen der RWG und habe mit der Mannschaft mitgefiebert.

Bekommt man als Sportler während des Kampfes diese Stimmung eigentlich mit?
Felix: Während eines Kampfes ist man so auf das eigentliche Ringen konzentriert, dass man die Stimmung nicht mitbekommt. Vor- und nach dem Kampf ist das natürlich anders. Eine große Anzahl an Zuschauern, tolle Stimmung – das hat mich unheimlich motiviert.

Aber jetzt erst einmal zurück zu deinen Anfängen: Wie alt warst du denn als du das erste Mal auf der Matte gestanden hast?
Felix: Ich habe recht spät mit 13 Jahren angefangen. Dies war direkt am Dienstag nachdem die RWG am Wochenende zuvor das erste Mal in einem Finale um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft stand.

Hattest du in dem Kader ein Vorbild dem du nacheifern wolltest oder haben dich der Sport und die Stimmung während des Kampfes so begeistert, das du die Schiene auch einschlagen wolltest?
Felix: Einen speziellen Lieblingsringer hatte ich nicht. Es war eher der spannende Sport allgemein und natürlich die überwältigende Stimmung.

Wusstest du gleich, dass das Ringen nicht nur (d)ein Hobby bleiben sollte und hast bereits in jungen Jahren auf eine leistungssport-orientierte Karriere hingearbeitet?
Felix: Mein Ziel war es recht schnell, einmal Deutscher Meister zu werden und den Sprung in die Bundesligamannschaft zu schaffen. Dafür war ich auch bereit auf Vieles zu verzichten. Glücklicher Weise hatte die RWG Jugend damals sehr viel Zulauf und wir waren insgesamt eine sehr gut motivierte Truppe. Die einzelnen Ringer haben sich gegenseitig angetrieben und der Verein uns mit sehr guten Jugendtrainern ausgebildet.

Man unterscheidet beim Ringen zwischen den Stilen Griechisch-Römisch und Freistil. Kannst du in ein paar kurzen Sätzen die Unterschiede erklären und warum für dich die Wahl auf den Freistil gefallen ist?
Felix: Beim Griechisch-Römisch sind nur Griffe ab der Hüfte aufwärts erlaubt und im Freistil darf man auch Beinangriffe starten. Das ist eigentlich schon der große Unterschied.
Zu Beginn hatte ich mein Glück im Griechisch-Römisch versucht, aber dann recht schnell gemerkt, dass mein Talent eher in Richtung Freistil deutet.

Deine Stärke war immer deine Ausdauer – es ist nicht selten vorgekommen, dass du in der ersten Runde zurückgelegen hast, aber den Kampf letztendlich gedreht und durch deine Ausdauer deinen ausgepowerten Gegner in den letzten Runden in die Knie gezwungen hast. Wie bereitet man sich auf solche Kämpfe vor?
Felix: Ganz wichtig ist bereits vor einer Saison den Grundstein zu legen. Viel Ausdauertraining, viele Einheiten und ein zielgerichtetes Arbeiten. Wenn die Grundlage zu Saisonbeginn stimmt, dann kann man sich Woche für Woche auf den jeweiligen Gegner einstellen, per Video seine Stärken und Schwächen analysieren und dann gemeinsam mit dem Trainer die richtige Taktik abstimmen. Gerade wenn sich angedeutet hat, dass der Gegner konditionell Defizite hatte, war die Marschroute oft, von Anfang an hohes Tempo zu gehen.

Bei den Wettkämpfen geht es ja wie oben geschrieben heiß her. Der Fanclub unterstützt mit Trommeln, die Zuschauer johlen gefolgt von den Rufen: Blau Passiv, Blau Passiv!! Die Heimmannschaft trägt immer Rot, der Gegner Blau, soweit habe ich das verstanden – aber woher kommt das, das man mit den Rufen quasi versucht, den Schiedsrichter zu beeinflussen?
Felix: Die Zuschauer wollen natürlich mithelfen, dass die Mannschaft gewinnt. Oft sind Kämpfe ganz eng und Kleinigkeiten entscheiden über Sieg und Niederlage. Wenn zwei Kämpfer gleichwertig sind, dann entscheidet man als Neutraler sicher leichter für den Heimringer wenn eine prall gefüllte Halle diese Entscheidung lautstark einfordert.

2001 bist du Deutscher Meister im Freistil geworden! Zu dieser Zeit hast du vermutlich im Fitness-Studio gewohnt? 😉
Felix: Zu dieser Zeit habe ich in Hof studiert. Für Ringer ein guter Standort. In Hof gibt es einen guten Ringerverein und der damalige Bundesligaverein Markneukirchen mit mehreren Weltklasse Trainingspartnern war nur etwa 30 KM weg. Zudem fand die Deutsche Meisterschaft in Hof statt und ich hatte quasi Heimkampf! Aber einige Studienkollegen haben sich schon gewundert, wenn ich jeden Abend zum Training gefahren bin.

Seit 2008 bist du jetzt schon als Bürgermeister in Mömbris tätig und hast kurz vor deinem Amtsantritt deinen Rücktritt als Ringer angekündigt. Das ist mittlerweile 8 Jahre her in der du inzwischen auch Papa geworden bist. Wie bist du anfangs ohne den Trainingsalltag klargekommen? Ich kann mir vorstellen, dass es erst einmal sehr ungewohnt war?
Felix: Schlimm war es, als unsere Mannschaft das erste Mal ohne mich eingelaufen ist. Da ist mir endgültig bewusst geworden, dass das Kapitel beendet ist.

Aber insgesamt ist mir der Umstieg nicht allzu schwer gefallen. Im Ringertraining war ich fortan nur noch selten, aber dafür habe ich noch ein paar Jahre Fußball gespielt, gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und seit ca. 3 Jahren gehe ich auch sehr gerne laufen. Sport als Ausgleich zum Beruf finde ich wichtig.

Leider hat es bei der RWG trotz vieler spannender Kämpfe in den letzten Jahren „nur“, dafür mehrfach bis zur Vize-Meisterschaft gereicht. Nun wurde der Rückzug aus der Bundesliga beschlossen und es beginnen die Arbeiten mit einem jungen neuen Kader in der Oberliga Hessen. Gibt es einen Ratschlag den du (diesen) jungen Ringern mitgeben würdest?
Felix: Immer weiter kämpfen, nicht aufgeben. Auch ich habe als ganz junger Ringer in der Oberliga viele Niederlagen einstecken müssen. Wichtig ist, aus Niederlagen zu lernen, die Fehler abzustellen und dann ist die Zeit immer der Freund von jungen ehrgeizigen Athleten.

Felix, ich danke dir für deine Zeit und die Schnappschüsse aus deiner aktiven Zeit die du mir zur Verfügung gestellt hast!

Weitere Infos zu Felix´ damaligen Verein der RWG findet ihr unter:
www.kahlgrund-ringer.com


Wie immer noch zum Schluss etwas zum Klugscheißen:
Wusstet ihr, dass die Athleten in der frühen Antike NACKT zum Ringkampf angetreten sind? 🙂 Sie wurden auch nicht wie heute in Gewichtsklassen aufgeteilt und wer seinen Gegner 3 Mal zu Boden warf, hatte gewonnen.

 

Summertime – Aquatime!

Juhu, die Temperaturen steigen endlich in die Höhe – auf geht’s ins Freibad! Wie bereits erwähnt, haben Besucher des Naturseebades in Schöllkrippen bei sommerlichen Temperaturen – (d.h. Wassertemperatur >22Grad) Samstags und Sonntags die Möglichkeit an einer AquaZumba-Stunde teilzunehmen.
Die Kosten sind im Eintrittspreis bereits enthalten.

zumba
Wer AquaZumba nicht kennt – man kann es ganz einfach auch Aquafitness oder Wassergymnastik nennen – aber gemeint ist im Prinzip immer das Gleiche. In Verbindung mit dem Zusatz „Zumba“ klingt es nur einfach besser. Fakt ist aber, das egal wie man den Sport im kühlen Nass bezeichnet, es wahnsinnig viele Vorteile für unseren Körper hat, unser Training ins Wasser zu verlagern.

Und dabei machen wir uns einfach nur die positiven Eigenschaften des Wassers zu Nutze: größere Dichte als Luft –> Auftrieb, Wasserwiderstand, Wasserdruck und Wassertemperatur.

Was wir als erstes wahrnehmen, wenn wir ins Wasser gehen, ist, das wir auf einmal federleicht sind. Wir wiegen im Wasser nämlich tatsächlich nur noch ein 10. unseres eigentlichen Körpergewichtes, was am Auftrieb liegt. Besonders Menschen, die bedingt durch ihr Gewicht Probleme mit den Gelenken haben oder Sportler die durch Verletzungen noch nicht mit voller Kraft trainieren dürfen, können einen großen Nutzen daraus ziehen.

Der Wasserwiderstand ermöglicht uns, Übungen zu verstärken und somit Muskeln bei Übungen viel intensiver zu trainieren als uns das an Land möglich wäre. Je größer die Stirnseite der Fläche die auf das Wasser trifft ist, desto höher wirkt der Widerstand. Z.B. ist es anstrengender u. effektiver wenn man vor dem Körper ein Schwimmbrett hochkannt durchs Wasser schiebt, als wenn man sich ohne Brett vorwärts bewegt.

Der Wasserdruck wirkt sich auf unsere Gefäße aus und somit zum einen auf unseren Stoffwechsel, da es durch den Massageeffekt wie eine Lymphdrainage funktioniert. Dies wirkt sich besonders positiv auf unser Bindegewebe aus. Zum anderen trainieren wir auch unbemerkt die Atemmuskulatur, die gegen den Druck im Wasser ankommen muss.

Die Wassertemperatur sorgt dafür dass unser Stoffwechsel auf Hochtouren läuft.  Unser Körper versucht ständig seine Temperatur auszugleichen, was zu einem erhöhten Energieverbrauch führt. Aber Vorsicht vor Unterkühlungen! Bei „normal“ kaltem Wasser im Schwimmbad hilft immer in Bewegung zu bleiben und zum eigenen zu Tempo finden. Durch diese ganzen Eigenschaften bietet uns das Wasser die optimalen Voraussetzungen für ein schonendes, aber höchst effektives Ganzkörpertraining. Aquafitness ist schon lange kein Sport für Senioren mehr. Durch die vielen unterschiedlichen Möglichkeiten ist es für Jung und Alt geeignet. Besonders in der Reha und im Profisport hat man erkannt, dass das Training im Wasser sich positiv auf den Genesungsverlauf auswirkt.

Zurück aber zum AquaZumba:
Diese Version der Aqua-Fitness findet üblicherweise im flachen Wasser und ohne Geräte (Noodle, Schwimmbrett etc) statt. D.h. die Teilnehmer haben Bodenkontakt und die optimale Wassertiefe liegt bei ca. 1,20m. Schonend für Rücken u. Nacken ist es, wenn einem das Wasser zwischen Taille und Brust steht. Da die Bewegungen beim AquaZumba relativ schnell sind, empfehlen sich spezielle Aquaschuhe, da man sich leicht an den Füßen verletzen kann. Sie sehen aus wie Laufschuhe, bestehen aber komplett aus Neopren. Wasserschuhe, die man z.B. im Urlaub wg scharfer Korallen trägt sind aber ebenso geeignet. Jetzt nur noch etwas Taktgefühl und los geht’s auch schon. Typisch für  Aqua-Zumba  sind die Lateinamerikanischen Klänge, vielen Hüftschwüngen (unter Wasser eine echte Herausforderung) und die schnellen Salsa“schritte“ und Moves.

Und wie schon gesagt, egal ob AquaZumba, Aquafitness oder Wassergymnastik, ob im Freien oder im Hallenbad– es gibt so viele Gründe, das Training ins Wasser zu verlegen.

11 Gründe, warum das Training im Wasser so gut für uns ist – und es gibt noch mehr!

  1. Das Training im Wasser schont die Gelenke und den Rücken
  2. Der Wasserwiderstand verhindert, dass man sich überlastet
  3. Alle Übungen trainieren die Bauchmuskeln
  4. Der Wasserdruck auf unseren Körper verbessert die Durchblutung und wirkt Wasseransammlungen entgegen -> Lymphdrainage-Effekt
  5. Es gibt keinen Muskelkater – dafür schläft man besser
  6. Während des Trainings schwitzt man zwar – man fühlt sich aber niemals verschwitzt.
  7. Komplexe ade – während des Trainings ragt nur der Kopf aus dem Wasser
  8. Um Aquafitness zu betreiben, muss man nicht zwingend schwimmen können
  9. Die Atemmuskulatur wird trainiert, was insgesamt zu einer effektiveren Herz-Kreislauf Arbeit führt
  10. Es werden Muskeln trainiert, die an Land durch die Schwerkraft kaum trainiert erden können
  11. Es macht Spaß!!!

    Neben Schöllkrippen haben auch weitere Bäder inzwischen den Trend erkannt und bieten während der regulären Öffnungszeiten und bei gutem Wetter AquaZumba oder Aquafitnesskure an.  Schaut doch zum Beispiel einmal in den Freibädern von Großostheim oder Gelnhausen vorbei!Die AquaZumba Zeiten von Schöllkrippen findet ihr im Artikel „AquaZumba-Time“Noch Fragen? Na dann los! 🙂

 

Jumping-Fitness in deiner Nähe

Seit meinem Jumping Bericht wurde ich jetzt öfter gefragt, ob ich denn nicht einmal eine Übersicht zeigen kann, wo man hier in der Gegend überall hüpfen kann. Kein Problem dachte ich – mache ich gleich noch eine Preisübersicht dazu. Das herauszufinden ist tatsächlich nicht so einfach. Die Homepages der Fitness-Studios sind so unterschiedlich, oft nicht sehr informativ und unübersichtlich. Was mich als Kunde interessiert, nämlich auf einen Blick was gibt´s zu bieten und was muss ich dafür zahlen, habe ich so nirgendwo gefunden. Aber es gibt ja noch das gute alte Telefon. Also habe ich Selbiges in die Hand genommen und mir die Infos eben zusammentelefoniert.

Und  hier ist das Ergebnis:

****Fitnesscenter und Sauna, Schöllkrippen****
Kontakt: Nicole Leistenschläger, Telefon 06024/2674
Infos unter: www.fitnesscenter-schoellkrippen.de/

JUMPINGZEITEN:
Dienstag            18:00 – 18:55Uhr SOWIE 19:00 – 19:55Uhr
Donnerstag       in Kürze geplant: Jumping light für Anfänger; Uhrzeit noch nicht bekannt
Freitag                18:00 – 18:55Uhr
Samstag             15:00 – 15:55Uhr  
Sonntag              11:00 – 11:55Uhr

KURSGEBÜHREN:
Einzelstunde      8EUR
10er Karte           70EUR oder Monatsvertrag

****MultiFit, Mömbris ****
Kontakt: Jürgen Frank / Peter Behl, Telefon 06029/4433
Infos unter: www.multi-aktiv.info/

JUMPINGZEITEN:
Montag                10:50 – 11:50Uhr sowie 19:30 – 20:30Uhr
Mittwoch             19:20 – 20:20Uhr
Freitag                  in Kürze geplant: „Wunschstunde“ – ggf. auch Jumping 19:15 – 20:15Uhr

KURSGEBÜHREN:
Einzelstunde      8EUR
10er Karte           75EUR oder diverse Modelle f. Monatsverträge

****PUR-FIT Mainaschaff****
Kontakt: Telefon 06021-29414
Infos unter: www.purfitness.de/studios/studio-mainaschaff/

JUMPINGZEITEN:
Mittwoch            19:30 – 20:30Uhr
Sonntag               10:30 – 11:30Uhr

KURSGEBÜHREN:
keine Tages, oder 10er Karte
nur über Monatsvertrag ab 4,99/Woche (monatlich kündbar)

NEU seit MAI 2016!
****SprungReich, Großostheim****

Kontakt: Diana Reichert, Telefon 0179-9290082
über Facebook „SprungReich“

per E-Mail:diana.reichert@sprungreich.de

Jumpingzeiten
Montag              18:15 Uhr sowie 19:30Uhr
Dienstag           09:30 Uhr sowie 10:45Uhr
Mittwoch          18:15 Uhr sowie 19:30Uhr

KURSGEBÜHREN:
8er Karte a´95EUR bei einer Kursdauer von 60min
Die Karte behält 6Monate ihre Gültigkeit u ist kann
individuell für die Kurse eingesetzt werden.

 

Da Jumping-Fitness ein Trendsport ist, dessen Beliebtheit gerade enorm steigt, ist es möglich, das in den angegebenen Studios die Kurse dem Bedarf angepasst werden, dh. es können zusätzliche Kurse hinzukommen oder auch wegfallen – hierfür übernehme ich selbstverständlich keine Haftung. Die Zeiten die ihr hier findet sind von Stand heute, 24.06.20016.

 

It´s AquaZumba-Time!!

 

Eigentlich wollte ich diesen Blog letzte Woche schon veröffentlichen – rechtzeitig eben zum Beginn der Freibad-Saison, zur Eis-Schleck und Grillzeit…eben einfach zum Beginn der schönsten Jahreszeit – dem SOMMER! Aber Hallo, was bitte ist DAS? Ich habe noch nie solche schwarzen, dunklen Wolken gesehen – geschweige denn kann ich mich daran erinnern das es jemals im Juni wochenlang so aus Kübeln geschüttet hat – da können die Wetterfrösche noch so oft sagen, das das für die Jahreszeit normal ist. Glaub ich nicht. Will ich nicht glauben, nein nein nein….

Aber das Jammern hilft nichts und deswegen informiere ich euch doch heute darüber, dass in unserem schönen Naturseebad in Schöllkrippen quasi ab sofort wieder Samstags, Sonn- und Feiertags AquaZumba stattfindet! Mitmachen kann jeder, der im Nichtschwimmer-Bereich stehen kann. Die Kosten sind im Eintritt inbegriffen; heißt Kinder und Jugendliche zahlen 2EUR, Erwachsene 3,50EUR.
Von 16:00 bis 16:45Uhr sorgt Nicole Leistenschläger dafür, dass das Wasser um euch herum sprudelt!
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Okay – es gibt einen Haken – das ganze findet ausschließlich bei Gutem Wetter, bei mind. 22Grad Wassertemperatur statt 😉 Kann also noch ein Weilchen dauern, aber ich wollte es einmal loswerden – vielleicht erhört mich der Wettergott und hat Erbarmen mit uns durchnässten Geschöpfen 😀 Und dann werde ich auch noch ein paar aktuelle Fotos sowie einen Erlebnisbericht nachreichen .
Schwimmbad
Wer noch mehr Infos möchte, rund um das Naturseebad Schöllkrippen findet diese unter
www.vg-schoellkrippen.de

Ich wünsche euch ganz viel Spaß!

 

 

Bewegungsparcours / Fitness-Parcours

Wie versprochen habe ich mich diese Woche trotz unberechenbarer Wetterverhältnisse auf die Suche nach weiteren Spielplätzen für den aktiven Erwachsenen (Fitness-Parcours) gemacht. Von Alex (siehe Bericht Ju Jutsu) bekam ich den Tipp, dass ich hinter der Frankenhalle fündig werden würde. Von der Hauptstraße aus konnte ich kein Schild entdecken, das auf irgendeinen Parcour oder Ähnliches hinweist  und bin daher auf Gut-Glück vom Globus kommend vor der Tankstelle links abgebogen, da ich ungefähr wusste wo die Halle sich befindet. Nach ca. 200 Metern fährt man auf einen Kreisel zu, auf dessen Gegenüberliegender Seite das Richtungsweisende Schild stand. DSC_3538.JPG

Jetzt gings nur noch geradeaus und ein paar Meter nach der Frankenhalle habe ich den Parcour entdeckt. Parken kann man gut auf dem gegenüberliegenden Parkplatz.

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Wie ihr auf den Schildern erkennen könnte, hat das Kind hier den Namen BEWEGUNGSPARCOUR bekommen. In einem meiner ersten Blog-Einträge habe ich diese Fitness-Parcours getauft und ich muss sagen, mir gefällt mein Name besser. Aber der Name ist ja nebensächlich – Fakt ist – auch hier stehen tolle Fitness-Geräte in idyllischer Atmosphäre for Free!

Vor jedem Gerät befindet sich eine große Tafel, auf der man nachlesen kann, worum es sich bei der Übung handelt, wie viele Wiederholungen man machen soll und was es bringt. Teilweise kann man sogar an den Geräten selbst Einstellungen vornehmen, um die Intensität zu steigern – ganz wie im richtigen Fitness-Studio eben.

 

 Auch hier ist wieder für Jeden etwas dabei. Besonders cool finde ich die Slackline!

An diesem Parcour steht ein großes Schild mit Nutzungshinweisen sowie ein Verbotsschild. So sind zum Beispiel keine Hunde erlaubt. Andererseits habe ich auch selten in einem Ort so viele Tütchenspender für Hundekot gesehen. Hier geht Stockstadt mit gutem Beispiel voran. Sollte man also doch seinen Hund dabei haben, sind die Tütchen ja nicht weit … 😉

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Während ich mir den Parcour so anschaute, kam eine ältere Dame mit ihrem schwerhörigen Mops vorbei. Sie erzählte mir, dass sie jeden Tag hier spazieren geht, aber kaum jemand die Geräte nutzt. Das ist wirklich schade – ich hoffe das ändert sich jetzt!

Trotz der Vielfalt und der Besonderheit der Möglichkeiten gefällt mir der Fitness-Parcour in Haibach besser. Der Platz in Stockstadt sah etwas verwildert aus und weckte auch mit dem rot-weißen „Absperrband“ an der Seite den Eindruck, dass man hier noch nicht fertig ist… Daher würde ich hier nur eine Note 3 vergeben.

Wenn das Wetter mal endlich stabil ist werde ich aber ganz sicher noch einmal nach Stockstadt fahren – vielleicht ist dann ja auch die Wiese gemäht 🙂
 

 

Ju Jutsu – die sanfte Kunst der Selbstverteidigung

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Heute möchte ich euch Alex, einen guten Freund von mir vorstellen: Alex ist 43 und wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Mädchen in Stockstadt am Main. Wir haben uns vor 4 Jahren kennengelernt, als wir unseren Übungsleiterschein gemacht haben. Wir halten seitdem den Kontakt und uns verbindet die Liebe zum Sport. Alex übt eine nicht alltägliche Sportart, oder  vielmehr eine Kampfkunst, die er auch selbst unterrichtet:    JuJutsu2Ju Jutsu (übersetzt) „sanfte Kunst“. Diese Selbstverteidigungs-Techniken stehen beispielsweise bei unserer Polizei ganz oben auf dem Stundenplan. Diese sind Bestandteil der Ausbildung. Denn das Ziel hier liegt dabei, sich ohne aktiven Angriff mit möglichst wenig Krafteinsatz, Best möglichst zu schützen und zu verteidigen.

Alle Techniken können je nach Situation und Notwendigkeit sowohl in sehr harter Form als auch relativ sanft angewendet werden.

Dies ermöglicht dem Verteidiger stets die Möglichkeit, sich im Rahmen der gesetzlichen geforderten Verhältnismäßigkeit zu bewegen.

Erst vor kurzem habe ich an Alex´ neuen „Selbstverteidigungskurs für Frauen“ teilgenommen. Wir haben nicht schlecht gestaunt, mit welchen einfachen, aber effektiven Methoden Frau sich ohne Kraftaufwand verteidigen kann. Selbstverständlich kam auch der Spaß in seiner Stunde nicht zu kurz!

Alex – ich freue mich sehr, dass du den Auftakt meiner Rubrik „Sportler im Portrait“ machst und du dich meinen Fragen stellst, um uns dein Hobby und den Verein TG (Turngemeinde) Stockstadt (Main) vorzustellen.

Es gibt eine nahezu endlose Vielzahl an Sportarten – wie bist du ausgerechnet darauf gekommen, Ju Jutsu zu erlernen? Gab es ein Schlüsselerlebnis in deinem Leben?
ALEX: Ein Schlüsselerlebnis gab es keins, der Kampfsport hat mich schon immer fasziniert. Als ich von Ju Jutsu gehört habe und mich darüber informiert habe was die Elemente der Kampfkunst sind, war ich sehr beeindruckt.

Ju Jutsu setzt sich aus 3 Kampfsport Richtungen zusammen

JUDO – KARATE – AIKIDO  Aus diesem drei Kampfsportarten hat die Polizei Deutschland eine neue Kampfsport Art kreiert, die jeder Situation im alltäglichen Job des Polizisten standhält.

Diese Vielseitigkeit von Ju Jutsu hat mich schließlich dann überzeugt.
Ich wollte etwas Lernen, das mich in die Lage versetzen kann, mich in jeder erdenklichen Situation verteidigen zu können. Dazu zählt die Verteidigung im

–    Nahkampf
–    Bodenkampf
–    Waffen (Stock und Messer so wie Pistole)

Ich übe diesen Sport jetzt schon 10 Jahre aus und habe immer noch Spaß daran.

Du hast den schwarzen Gürtel. Wie viele Farben gibt es noch und was bedeuten sie?
ALEX: Ja ich habe den Meistergrad 1.DAN um den Meistergrad zu bekommen sind 5 Gürtel Prüfungen notwendig. Zu Beginn startet man mit dem Weißen Gürtel, den es zum Anzug dazu gibt. Durch das Erlernen der Kampfkunst und das Üben der Abläufe verbessert sich die Fähigkeit des erlernten. Diese Fähigkeiten werden an Hand von Gürtelprüfungen unter Beweis gestellt. Die jeweilige Zeit bis zu einer Prüfung hängt natürlich von Schüler ab. Es gibt aber Richtlinien für die zeitabstände der jeweiligen Gürtelprüfung  

  • Gelb ( nach einem ½ Jahr möglich )
  • Orange ( nach einem Jahr möglich )
  • Grün  ( nach 1 -2 Jahren möglich )  
  • Blau  ( nach 2 Jahren möglich )
  • Braun ( nach 2 Jahren möglich )
  • Final dann Schwarz ( nach 2 -3 Jahren möglich )

Wenn die Entscheidung getroffen wurde Ju Jutsu zu erlernen sollte man sich auf 10 Jahre einstellen bis der Meistergrad erreicht wird.

Seit wann unterrichtest du Ju Jutsu selbst?
ALEX: Ich unterrichte Ju Jutsu seit 4 Jahren Erwachsene sowie Kinder.
Um eine hohe Qualität zu gewährleisten habe ich Spielziel für Frauen die Kursleiterlizenz Frauenselbstverteidigung, Methodik und Didaktik , Prävention ,Selbstbehauptung
Anatomie und Physiologie gemacht.

Du hast ja neben dem „Selbstverteidungskurs für Frauen“ jetzt auch begonnen, schon die Kleinsten zu unterrichten. Wie kommen die Kurse an?
ALEX: Wir haben seit Januar 2016 mit der Kinderabteilung begonnen. Die Resonanz ist sehr groß, wir haben jetzt inzwischen 30 Kinder die in Ju Jutsu unterrichtet werden.
Das Training findet i
mmer Mittwochs von 17.15 – 18.15 Uhr statt.

Gibt es schon Projekte für die Zukunft?
ALEX: Wir werden nächstes Jahr einen Landeslehrgang in Stockstadt veranstalten, zu erwarten sind dann bis 100 Mann.
Das Ziel ist alle spaten anbieten zu können 

  • Erwachsenen Training 
  • Kinder Training JuKids 
  • Frauen Selbstverteidigung 

und das immer mit einer bestmöglichen Qualität
Wir haben dazu ein 5 Köpfiges Team von Kampfsport Meistern und Pädagogen.

AmpelsystemIn eurem Trainingsraum habe ich an der Wand das sogenannte  „Ampelsystem“ hängen gesehen. Was hat es zu bedeuten?
ALEX: Die drei Farben geben die drei Stufen der der möglichen bzw. notwendigen Verteidigung wieder.
GRÜN beinhaltet den gesamten Bereich der Prävention.
GELB den Bereich der Selbstbehauptung und
ROT den Bereich der Selbstverteidigung, der das zuletzt eingesetzte Mittel definiert.

Im Idealfall sollte dieser Bereich nie betreten werden müssen.  

Vielen Dank für das tolle Interview! Wer jetzt Lust bekommen hat, Ju Jutsu einmal selbst auszuprobieren, kann sich unter www.tg-stockstadt.de sämtliche Informationen herausziehen und sich einfach mal zum Schnuppern bei Alex ankündigen. Kontakt: 06027-70851 Mobil: 01727535761 email: ranavolo@gmail.com

Hier die Trainingszeiten auf einen Blick:

Anfänger Training
Montags von 19.30 – 21.00 Uhr
Fortgeschrittene
Donnerstags von 19:30 – 21:00 Uhr
Kinder ab 6 Jahren
Mittwochs von 17:15 – 18:15 Uhr

Jetzt noch einige Eindrücke rund um eine Trainingsstunde bei Alex 🙂

 ….und noch ein paar Schnappschüsse in Aktion

 Übrigens – wenn ihr mal Klugscheißen wollt: denkt ihr, dass es etwas über den Grad der Ausbildung aussagt, ob jemand einen weißen Anzug oder einen Schwarzen trägt?

Nein – jedoch ist es bei der Gürtel-Prüfung vorgeschrieben, ausschließlich im Weißen Anzug anzutreten. Wenn also jemand im Training Schwarz trägt, muss er für seinen Prüfungstag noch einen zusätzlichen Weißen Anzug im Schrank haben.